Jugendvertretungs-Support Hub
Finanziert von der Europäischen Union

Jugendvertretungs-
Support Hub

DVBJ – Dachverband der bayerischen Jugendvertretungen e.V.

Alles, was eure Jugendvertretung stark macht.

Der Support Hub des DVBJ bündelt Wissen, Vorlagen und Erfahrungen aus bayerischen Jugendvertretungen – von der ersten Idee bis zur aktiven Gremienarbeit im Rathaus.

102Themenseiten
8Kapitel
55Glossar-Begriffe
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Von Jugendlichen für Jugendliche

Grundlagen: Was eine Jugendvertretung ist, warum sie wichtig ist und auf welchen Werten sie beruht.

Definition: Jugendvertretungen

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Jugendliche sind politisch und wollen mitreden. Im Rahmen einer vielfältigen kommunalen Beteiligungslandschaft für junge Menschen spielt die Jugendvertretung deshalb eine zentrale Rolle. Neben offenen oder projektbezogenen Beteiligungsformaten gilt sie als dauerhafte, repräsentative Vertretung für die Interessen junger Menschen einer Region gegenüber ansässigen kommunalen Körperschaften und EntscheidungsträgerInnen.

Die Jugendvertretung soll durch Wahl ein Abbild der verschiedensten Lebensrealitäten junger Menschen vor Ort schaffen und diese entsprechend repräsentieren. Durch institutionelle Mitwirkungsgarantien und die Nähe zu tatsächlichen kommunalen Strukturen, wie Gemeinde-/ Stadtrat oder Kreistag, BürgermeisterInnenamt oder Verwaltung, sind junge Menschen in der Lage, verantwortungsbewusst im Interesse aller Jugendlichen an kommunalen Entwicklungen teilzunehmen.

Die Jugendvertretung ermöglicht so den verlässlichen Zugang jugendpolitischer Interessen zu kommunalen Planungsprozessen. Jedoch sollten diese Gremien nicht als jugendliche Äquivalente von Kommunalparlamenten betrachtet werden, denn neben der politischen Teilhabe- und Bildungsfunktion bieten sie den Jugendlichen eine Plattform zur Entwicklung persönlicher Kompetenzen und einen Ort der Vernetzung.

Jugendparlament, Jugendbeirat, Jugendkommission, Jugendstadtrat oder Jugendkreistag – um der Vielfalt der Formen von institutionalisierter Jugendbeteiligung gerecht zu werden, soll sich nicht ausschließlich auf einen dieser Begriffe im gesellschaftlichen Diskurs fokussiert werden. Je nach Kommune finden diese mit unterschiedlicher Betitelung Einzug in die kommunale Landschaft, gleichen sich jedoch in Ziel, Ausrichtung und Funktionsweise.
Daher soll übergreifend von Jugendvertretungen gesprochen werden.

Chancen starker Jugendvertretungen

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Jugendvertretungen sind wichtige Orte für Mitbestimmung, politische Bildung und Gemeinschaft. Sie stärken das Zugehörigkeitsgefühl, fördern Debattenkultur und ermöglichen Jugendlichen, ihre Ideen und Anliegen aktiv in der Kommune einzubringen. So wird echte Teilhabe erlebbar – gerade in einer Welt im Wandel.

Demokratischer Grundsatz

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Jugendvertretungen müssen nach demokratischen Prinzipien arbeiten, um legitim die Interessen junger Menschen vertreten zu können. Ihre Struktur und Arbeitsweise müssen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung entsprechen. Wahlen, Mehrheitsentscheidungen und offene Beteiligungsformate sind dabei zentrale Elemente. Jugendvertretungen sind nicht nur politische Akteure, sondern auch wichtige Orte außerschulischer politischer Bildung. Sie fördern demokratisches Verständnis, zeigen Jugendlichen, dass ihre Stimme zählt, und ermöglichen direkte Mitgestaltung ihres Lebensumfelds. So tragen sie aktiv zur Stärkung der Demokratie und zur Vorbeugung von Politikverdrossenheit und Extremismus bei.

Überparteilichkeit

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Jugendvertretung dürfen nicht für parteiliche Zwecke instrumentalisiert werden.

Jugendvertretungen repräsentieren die Jugendlichen der Kommune und vertreten deren Interessen. Das Handeln der Jugendvertretung ist nicht an parteipolitisches Interesse gebunden. Auch wenn einzelne Mitglieder der Jugendvertretung in Parteien engagiert sind, werden Entscheidungen der Jugendvertretung auf der Grundlage der Interessen der Jugendlichen und ohne Vorgaben durch politische Parteien getroffen. Die freie Ausübung des Mandats muss gewährleistet sein. Überparteilichkeit bedeutet nicht den Ausschluss aller parteipolitischen Standpunkte, sondern die Beachtung der Vielfalt der politischen Meinungen und die Zusammenarbeit mit allen demokratischen Parteien. So sollten etwa bei Projekten und Veranstaltungen der Jugendvertretung alle demokratischen Parteien eingeladen oder Gesprächsangebote allen Fraktionen unterbreitet werden.

Qualitätsstandards für Jugendvertretungen

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Der DVBJ setzt sich für die Stärkung aller Jugendvertretungen ein und möchte diese in ihrem Wirken fördern. Hierfür wurden in einem großen gemeinsamen Prozess Qualitätsstandards für gut funktionierende Jugendvertretungen erarbeitet. Diese sind die Grundlage für unsere Handlungsempfehlungen und politischen Forderungen.

Auf der Mitgliederversammlung am 04.05.2024 wurde das Qualitätsstandardspapier final beschlossen. Das Projekt ging mit diesem Beschluss zu Ende und bietet jetzt die Grundlage für viele weitere Umsetzungsworkshops und Qualifizierungsmaßnahmen.

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Gründung einer Jugendvertretung

Der Weg von der Idee bis zur ersten gewählten Jugendvertretung.

Erste Schritte

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1. Besteht bei Jugendlichen vor Ort der Wunsch nach einer institutionalisierten Beteiligungsform?

Die Grundlage jeder erfolgreichen Jugendvertretung ist ein klar artikulierter Wunsch junger Menschen, sich strukturell in das kommunalpolitische Geschehen einzubringen. Dieser Wunsch sollte nicht nur angenommen, sondern aktiv erhoben werden – etwa durch Umfragen in Schulen, Jugendhäusern oder über soziale Medien. Auch Austauschrunden, Zukunftswerkstätten oder Projekttage können helfen, ein Meinungsbild einzuholen. Ein dokumentiertes Interesse ist nicht nur ein wertvolles Argument gegenüber der kommunalen Verwaltung, sondern stärkt auch die Legitimation der späteren Jugendvertretung.

Tipp: Nutzt die Vorlagen zur Bedarfsanalyse im Ressourcenzentrum des Hubs.

2. Gibt es eine engagierte Gruppe Jugendlicher, die den Gründungsprozess aktiv begleitet?

Für eine tragfähige Jugendvertretung braucht es junge Menschen, die den Gründungsprozess aktiv mitgestalten – idealerweise bereits ab der Konzeptionsphase. Diese Gruppe sollte möglichst vielfältig zusammengesetzt sein und unterschiedliche Perspektiven einbringen, zum Beispiel aus Schule, Verein, Jugendsozialarbeit oder Ehrenamt. Sie übernehmen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Ideen, der Kommunikation mit der Kommune und der Öffentlichkeitsarbeit. Eine solche „Initiativgruppe“ sorgt dafür, dass die Gründung nicht von außen verordnet, sondern von innen heraus getragen wird.

Tipp: Der DVBJ unterstützt euch gerne bei der Aktivierung und Begleitung eurer Kerngruppe, z. B. mit digitalen Workshops oder Beratungsgesprächen.

3. Besteht bereits Kontakt zum Dachverband der bayerischen Jugendvertretungen e.V. (DVBJ)?

Der Dachverband ist die zentrale Anlaufstelle für alle, die eine Jugendvertretung in Bayern gründen oder weiterentwickeln möchten. Der DVBJ stellt praxiserprobte Materialien wie Satzungsmuster, Geschäftsordnungen, Projektbeispiele und Finanzierungsoptionen zur Verfügung. Außerdem bietet er digitale Schulungen, individuelle Beratung, Begleitung bei Gesprächen mit der Kommune und die Einbindung in ein landesweites Netzwerk. Ein früher Kontakt spart Zeit, erhöht die Qualität der Gründung und kann auch dazu beitragen, Unsicherheiten zu nehmen – sowohl bei den Jugendlichen als auch bei der kommunalen Seite.

Tipp: Im digitalen Support Hub findest du eine direkte Kontaktmöglichkeit sowie einen Überblick über alle verfügbaren Unterstützungsangebote.

4. Wurde die Idee einer Jugendvertretung bereits an die kommunale Verwaltungsspitze herangetragen?

Ein zentraler Erfolgsfaktor für jede Neugründung ist die frühzeitige Einbindung der kommunalen Verwaltungsspitze – also in der Regel der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters sowie relevanter Fachstellen (z. B. Jugendpflegerin, Hauptamt, Bildung oder Soziales). Ein gut vorbereiteter Gesprächstermin, bei dem Idee, Motivation und mögliche Mehrwerte für die Kommune vorgestellt werden, kann Vertrauen schaffen und wichtige Ressourcen mobilisieren. Gleichzeitig zeigt er den politischen Entscheidungsträgerinnen, dass das Anliegen mit Ernsthaftigkeit und Struktur verfolgt wird.

Tipp: Nutzt das Gesprächsleitfaden-Modul im Hub, um euch auf ein Gespräch mit der Verwaltung optimal vorzubereiten.

5. Gibt es bereits Gesprächsangebote mit dem Kommunalparlament? Wird die Idee dort positiv aufgenommen?

Die Rückendeckung durch das Kommunalparlament – also Stadtrat oder Gemeinderat – ist entscheidend für die offizielle Anerkennung und spätere Arbeitsfähigkeit der Jugendvertretung. Eine Vorstellung der Idee im zuständigen Ausschuss oder direkt im Plenum bietet die Möglichkeit, Fragen zu beantworten, Vorurteile abzubauen und Zustimmung zu gewinnen. In vielen Kommunen zeigt sich, dass parteiübergreifende Zustimmung möglich ist, wenn das Anliegen gut vorbereitet und authentisch vorgetragen wird. Erste Signale aus dem Parlament sind daher ein wichtiger Gradmesser für die Umsetzbarkeit vor Ort.

Tipp: Im Support Hub findet ihr Präsentationsvorlagen und Argumentationshilfen für Gespräche mit kommunalen Mandatsträger:innen.

Rechtliche Grundlagen

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Dürfen junge Menschen bei der Satzungserstellung mitwirken?

Die Mitwirkung an der Satzung stärkt die Identifikation der Jugendlichen mit der Jugendvertretung und schafft Transparenz über Strukturen und Zuständigkeiten. Beteiligung auf Augenhöhe von Beginn an legt den Grundstein für echte Mitbestimmung.

Link zu Satzung.

Wird über die Erstellung einer Geschäftsordnung nachgedacht?

Eine Geschäftsordnung regelt die Abläufe innerhalb der Jugendvertretung und schafft Verbindlichkeit. Die Auseinandersetzung mit organisatorischen Fragen fördert Verantwortungsübernahme und stärkt die demokratische Kultur.
Link zu Geschäftsordnung.

Hat die Jugendvertretung Informations-, Rede- und Antragsrecht?

Solche Rechte ermöglichen es Jugendvertretungen, wirksam in kommunalpolitische Prozesse eingebunden zu sein. Sie sind ein wichtiges Signal für Anerkennung und Einflussmöglichkeit auf kommunaler Ebene.
Link zu Informations-, Rede- und Antragsrecht.

Gibt es ein Budget von mindestens 2.000 €?

Ein eigenes Budget schafft Handlungsspielraum, erhöht die Eigenständigkeit und ermöglicht die Umsetzung eigener Projekte. Es zeigt Wertschätzung gegenüber dem Engagement der Jugendlichen.

Link zu Budget.

Wird das Budget von den Jugendvertreter*innen selbst verwaltet?

Die eigenständige Verwaltung des Budgets fördert Selbstorganisation, stärkt Kompetenzen im Bereich Finanzen und steigert das Verantwortungsbewusstsein innerhalb der Jugendvertretung.

Werden Technik und Räumlichkeiten bei den Sitzungen durch die Verwaltung organisiert?

Eine gute organisatorische Unterstützung durch die Kommune entlastet die Jugendlichen und schafft verlässliche Rahmenbedingungen für produktives Arbeiten. Es zeigt, dass die Jugendvertretung ernst genommen wird.
Link zu Digitale Ausstattung.

Wird der Jugendvertretung eine sozialpädagogische Fachkraft zur Verfügung gestellt?

Eine pädagogische Begleitung bietet Unterstützung in organisatorischen, sozialen und inhaltlichen Fragen. Sie stärkt die Jugendlichen, sich langfristig engagiert und reflektiert einzubringen.

Ist die Überparteilichkeit gesichert?

Überparteilichkeit ist entscheidend, um Vertrauen bei allen Jugendlichen aufzubauen und politische Neutralität zu wahren. Sie sorgt dafür, dass alle jungen Menschen unabhängig von ihrer Einstellung mitwirken können.

Kann die Jugendvertretung selbstständig und unabhängig handeln?

Selbstständigkeit ist ein zentrales Element wirksamer Jugendbeteiligung. Sie ermöglicht eigene Initiativen, fördert demokratisches Lernen und stärkt das Vertrauen in die Gestaltungsfähigkeit junger Menschen.

Wahlen

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Wahl& Wahlprinzipien, so könnte es ablaufen.

Wahlen sind das Fundament jeder demokratischen Vertretung – auch im Jugendparlament. Sie geben dem Gremium Legitimation, stärken die Akzeptanz in der Kommune und sorgen dafür, dass die Interessen junger Menschen glaubwürdig vertreten werden. Wer gewählt wurde, hat ein klares Mandat und kann sich mit Rückhalt der Jugendlichen in politische Prozesse einbringen. Gleichzeitig bieten Wahlen die Chance, das Jugendparlament bekannt zu machen und politische Bildung praktisch erfahrbar zu machen.

Gibt es Vorgehensweisen, um das Gremium multimedial bekannt zu machen?

Ein starker Online-Auftritt – z. B. über Social Media, Kurzvideos, digitale Vorstellungen der Kandidierenden oder Livestreams – erhöht die Sichtbarkeit des Jugendparlaments. So können junge Menschen niedrigschwellig informiert und zur Beteiligung motiviert werden.

Gibt es ein demokratisches Wahlprinzip?

Ein demokratisches Wahlverfahren ist zentral für die Legitimität des Jugendparlaments. Dazu gehören klare Regeln zur Kandidatur, Chancengleichheit, geheime Stimmabgabe und transparente Auszählung. Das Verfahren sollte nachvollziehbar, inklusiv und altersgerecht gestaltet sein.

Wurde ein Konzept zur Wahlwerbung erstellt?

Ein strukturiertes Wahlwerbekonzept – z. B. mit Plakaten, Infoveranstaltungen, Social-Media-Kampagnen oder Schulbesuchen – trägt entscheidend zur Wahlbeteiligung bei. Es sorgt dafür, dass die Wahl nicht nur formell stattfindet, sondern auch inhaltlich Aufmerksamkeit erzeugt und Beteiligung aktiviert.

Innere Strukturen

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Innere Strukturen, so könnten sie aussehen.

Innere Strukturen geben der Jugendvertretung Stabilität, Orientierung und Handlungsfähigkeit. Klare Zuständigkeiten, gewählte Repräsentant:innen und definierte Ansprechpartner:innen sorgen dafür, dass Arbeitsabläufe effizient sind, Entscheidungen nachvollziehbar getroffen werden und niemand allein gelassen wird. Strukturen wie Vorstand, Arbeitsgruppen oder Geschäftsordnung ermöglichen es, Aufgaben sinnvoll zu verteilen und das Engagement dauerhaft zu sichern. Sie machen die Jugendvertretung professionell und sorgen für Verlässlichkeit – sowohl intern als auch gegenüber der Kommune und Öffentlichkeit.

Ist die innere Struktur bezüglich Vorstandschaft und Arbeitsgruppen ausgearbeitet?

Ein durchdachtes Modell mit Vorstand und thematischen Arbeitsgruppen stärkt die Organisation und bietet Beteiligungsmöglichkeiten für unterschiedliche Interessen und Talente. So kann zielgerichtet gearbeitet werden – von Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu politischen Projekten.

Liegt die Sitzungsleitung bei den Vorständ:innen?

Wenn die Sitzungsleitung von gewählten Vorständ:innen übernommen wird, stärkt das die demokratische Kultur und die Eigenverantwortung innerhalb des Gremiums. Es fördert Moderationskompetenz und schafft klare Zuständigkeiten in der Kommunikation und Organisation.

Werden die Bereiche Schriftführung und die Finanzen an bestimmte Personen oder die Verwaltung übertragen?

Die Aufgabenverteilung in sensiblen Bereichen wie Finanzen oder Protokollführung sollte klar geregelt sein. Werden diese Aufgaben von Jugendlichen übernommen, stärkt das ihre Kompetenz und Selbstständigkeit. Eine enge Zusammenarbeit mit der Verwaltung kann ergänzend für Transparenz und Unterstützung sorgen – wichtig ist, dass die Zuständigkeiten eindeutig geklärt sind.

Zusammensetzung

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So könnte eine Zusammensetzung idealerweise aussehen.

Eine klar geregelte Zusammensetzung sorgt dafür, dass das Jugendparlament die Vielfalt junger Menschen in der Kommune möglichst gut abbildet. Unterschiedliche Perspektiven – ob nach Alter, Schulart, Herkunft oder Lebensrealität – machen die Arbeit der Jugendvertretung nicht nur gerechter, sondern auch wirksamer. Nur wenn viele mitreden können, werden auch die richtigen Themen erkannt und repräsentiert. Eine breite Zusammensetzung stärkt die Legitimation und fördert das Vertrauen in das Gremium.

Ist die Zusammensetzung im Anbetracht von Schularten, Vereinen, Altersrahmen und Wohnsitz geregelt?

Eine faire Repräsentation verschiedener Lebensbereiche – etwa von Schüler:innen unterschiedlicher Schulformen, Jugendlichen aus Vereinen oder jungen Erwachsenen in Ausbildung – stärkt die Vielstimmigkeit im Gremium. Auch der Wohnsitz in der Kommune sollte Voraussetzung sein, um echte Mitwirkung vor Ort zu ermöglichen.

Wird bei der Zusammensetzung eine diverse Besetzung gefördert?

Vielfalt bedeutet, dass bewusst auf eine ausgewogene Mischung geachtet wird – etwa bei Geschlecht, Herkunft, Fähigkeiten oder Lebenslagen. Diversität fördert gegenseitiges Verständnis, verhindert Einseitigkeit und stärkt die Integrationskraft des Jugendparlaments. Eine aktive Förderung zeigt: Jede:r ist willkommen.

Öffentlichkeitsarbeit

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Öffentlichkeitsarbeit ist ein zentraler Bestandteil erfolgreicher Jugendvertretungsarbeit. Sie sorgt nicht nur dafür, dass die Jugendvertretung in der Kommune sichtbar ist, sondern schafft auch Vertrauen, Reichweite und Wirkung. Wenn junge Menschen sich engagieren, verdient dieses Engagement Anerkennung – und die beginnt damit, dass es überhaupt wahrgenommen wird.

Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit erfahren andere Jugendliche, dass es eine Jugendvertretung gibt und wie sie sich einbringen können. Gleichzeitig erreichen Jugendvertretungen auch Erwachsene, politische Entscheidungsträger:innen, Vereine und Institutionen – und damit potenzielle Partner und Unterstützer. Sichtbarkeit ist der Schlüssel, um ernst genommen zu werden, eigene Themen zu platzieren und den Einfluss auf kommunaler Ebene zu stärken.

Wie kann Öffentlichkeitsarbeit aussehen?

Beratung zur Gründung

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Du möchtest in deiner Kommune eine Jugendvertretung ins Leben rufen oder eine bestehende Struktur weiterentwickeln? Dann bist du nicht allein! Die AG Neugründungen des Dachverbands der bayerischen Jugendvertretungen (DVBJ) unterstützt dich dabei mit Erfahrung, Material und persönlicher Begleitung.

Im Support Hub findest du Leitfäden, Vorlagen, Schulungsmodule und Best-Practice-Beispiele. Darüber hinaus steht dir Taylan Yildiz, dritter Landesvorsitzender und Ansprechpartner für Neugründungen, für individuelle Rückfragen zur Verfügung.

Taylan Yildiz - 3 Vorsitzender u. Pressesprecher

Taylan.Yildiz@dvbj.de

(Zuständig für den Jugendvertretungssupport Hub und Neugründungen)

Hilfreiche Unterlagen

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Qualitätsstandards - ein Leidfaden für Jugendvertretungen in Bayern

Antrag zur Initiierung einer Jugendvertretung

Vorstellung der Idee einer Jugendvertretung vor der Verwaltung - ein Gesprächsleitfaden

Antrag auf Mitgliedschaft im Kreis-/ Stadtjugendring

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Aufbau einer Jugendvertretung

Struktur, Rechte, Satzung und Zusammensetzung einer funktionierenden Jugendvertretung.

Rede,- Antrags- und Informationsrecht

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Jugendvertretungen brauchen Rede-, Antrags- und Informationsrechte im Kommunalparlament – verbindlich in ihrer Satzung festgehalten.

Diese Rechte sichern echten Einfluss auf jugendrelevante Themen, ermöglichen nachhaltige Mitgestaltung und fördern eine ernsthafte Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung.

So wird Teilhabe sichtbar, wirksam und schützt vor reiner Symbolpolitik.

Innere Struktur

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Eine klar strukturierte Jugendvertretung mit definierten Funktionen, einem demokratisch legitimierten Vorstand und themenspezifischen Arbeitsgruppen ist essenziell für eine effektive und transparente Arbeitsweise.

Der Vorstand übernimmt dabei die Koordination, Repräsentation und Moderation der Sitzungen, während die sozialpädagogische Fachkraft als unterstützende Begleitung fungiert.

Die Aufgabenteilung und die Möglichkeit zur offenen Beteiligung in Arbeitsgruppen ermöglichen eine breite Mitwirkung und fokussierte Projektarbeit.

Verwaltungsunterstützung bei Organisation, Finanzen und Schriftführung entlastet die Jugendlichen und schafft Raum für inhaltliches Engagement.

Zusammensetzung

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Eine Jugendvertretung soll aus bis zu 25 jungen Menschen bestehen – idealerweise zwischen 9 und 25 Mitgliedern. Das Alter der Mitglieder liegt in der Regel zwischen 14 und 21 Jahren (gegebenenfalls auch bis 23 Jahren), denn in dieser Lebensphase erleben junge Menschen viele Veränderungen und sammeln wichtige Erfahrungen.

Mitmachen können alle Jugendliche, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit, solange ihr Wohnort oder Lebensmittelpunkt in der Kommune liegt – also zum Beispiel, wenn sie dort zur Schule gehen, arbeiten oder studieren.

Jugendvertretungen sind eine starke Möglichkeit für politisches Engagement auf Augenhöhe - gemacht von Jugendlichen für Jugendliche. Sie bieten Raum für Austausch, persönliche Entwicklung und konkrete Beteiligung am kommunalen Geschehen. Ein breites Altersspektrum hilft dabei, voneinander zu lernen und gemeinsam mehr zu erreichen.

Die Wahl in das Gremium erfolgt demokratisch. Je nach Ort kann es Sonderplätze für bestimmte Gruppen geben, zum Beispiel für Vertreter*innen aus Schulen, Jugendzentren oder Vereinen.

Vielfalt ist entscheidend!

Jugendvertretungen sollten möglichst bunt und vielfältig besetzt sein – egal ob bei Alter, Herkunft, Bildung, Geschlecht, Religion oder Lebenssituation. Dabei ist es besonders wichtig, auch Jugendliche zu erreichen, die sonst wenig mitbestimmen können. Werbung und Sprache sollten deshalb leicht verständlich, inklusiv und wertschätzend sein – denn nur so fühlen sich wirklich alle eingeladen mitzumachen.

Am Ende ist eine Jugendvertretung mehr als nur ein politisches Gremium: Sie ist ein Ort der Gemeinschaft, Beteiligung und Entwicklung – für dich und andere!

Satzung

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Jugendvertretungen brauchen eine eigene Satzung, die ihre Rechte, Aufgaben und Strukturen klar regelt – gemeinsam mit den Jugendlichen erarbeitet. Nur so sind Wirksamkeit, Selbstbestimmung und rechtliche Sicherheit garantiert.

Die Satzung bildet das Fundament der Jugendvertretung und muss vom Kommunalparlament beschlossen werden.

Wichtige Bestandteile einer Satzung sind:

1. Präambel
  • Darstellung des Werteverständnisses des Gremiums
  • Orientierung an Grundsätzen wie:
    • Überparteilichkeit
    • Selbstbestimmung
    • demokratische Grundprinzipien
2. Rechtsgrundlage
  • Bezug auf die rechtliche Grundlage der Satzung, z. B.:
    • Art. 23 Bayerische Gemeindeordnung (BayGO)
    • Art. 17 Bayerische Landkreisordnung (BayLKrO)
3. Name und Sitz
  • offizieller Name der Jugendvertretung
  • Ort bzw. Kommune, in der das Gremium tätig ist
4. Aufgaben und Ziele
  • Beschreibung der Aufgaben der Jugendvertretung
  • Definition der Ziele und Interessenvertretung der Jugendlichen
5. Organisation und Struktur
  • Aufbau des Gremiums (z. B. Vorstand, Arbeitsgruppen)
  • interne Struktur und Arbeitsweise
6. Unterstützung durch Verwaltung
  • Bereitstellung von:
    • Sitzungsräumen
    • verwaltungsorganisatorischer Unterstützung
    • sozialpädagogischer Betreuung/Fachkräften
7. Mitgliedschaft
  • Voraussetzungen für die Mitgliedschaft
  • Rechte und Pflichten der Mitglieder
8. Befugnisse und Rechte
  • z. B.:
    • Rederecht im Kommunalparlament
    • Antragsrecht
    • Informationsrecht
9. Wahlverfahren
  • Regelungen zur Wahl der Mitglieder
  • Wahlperiode und Wahlablauf
10. Beschlussfassung
  • Verfahren, wie Entscheidungen getroffen werden
  • Mehrheiten, Abstimmungen usw.
11. Budget / Finanzen
  • Regelungen zur Selbstverwaltung eines Budgets
12. Mitgliedschaften in Organisationen
  • z. B.:
    • Jugendring
    • Dachverband der bayerischen Jugendvertretungen
13. Geschäftsordnung
  • Möglichkeit oder Pflicht zur Erstellung einer Geschäftsordnung
14. Satzungsänderungen
  • Verfahren, wie die Satzung geändert werden kann
15. Inkrafttreten
  • Zeitpunkt, wann die Satzung gültig wird
16. Antidiskriminierungsgrundsätze
  • Regeln für Vielfalt, Gleichberechtigung und gegen Ausgrenzung

Hier kannst du beispielhafte Satzungen herunterladen:

Link zur Satzung der Stadt Erlangen für das Jugendparlament

Link zur Satzung des Jugendparlaments Unterschleißheim

Link zur Satzung des Tutzinger Jugendbeirat

Geschäftsordnung

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Jugendvertretungen sollten sich eine eigene Geschäftsordnung geben.

Diese regelt interne Abläufe flexibel und konkretisiert die Satzung. Sie wird von den Jugendlichen selbst erstellt und kann an aktuelle Bedürfnisse angepasst werden. So stärkt sie Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und eine funktionierende Gremienarbeit – besonders bei größeren oder strukturierten Jugendvertretungen.

Wichtige Bestandteile einer Geschäftsordnung sind:

Regelung der Abläufe innerhalb der Jugendvertretung
  • Die Geschäftsordnung legt fest, wie die Arbeit im Gremium organisiert ist.
Konkretisierung der Satzung
  • Sie ergänzt die Satzung und beschreibt Regeln deutlich detaillierter.
Flexibilität und Änderbarkeit
  • Sie kann einfacher geändert werden als eine Satzung, auch während einer Legislaturperiode.
Selbstbestimmung der Jugendvertretung
  • Die Jugendvertretung erstellt ihre Geschäftsordnung selbst, eventuell mit Unterstützung von Politik, Verwaltung oder Fachkräften.
Regelung von Sitzungsabläufen
  • Wie Sitzungen stattfinden und organisiert werden.
Regeln für Anträge
  • Wie Anträge gestellt werden.
Fristenregelungen
  • Fristen für:
  • Einreichung von Anträgen
  • Versand von Einladungen zu Sitzungen
Innere Struktur des Gremiums
  • Aufbau und Arbeitsstruktur der Jugendvertretung.
Dokumentation von Arbeitsweisen für zukünftige Amtsperioden
  • Damit kommende Jugendvertreter*innen von bereits entwickelten Strukturen profitieren.
Unterstützung der effektiven Gremienarbeit

Hier kannst du beispielhafte Geschäftsordnungen herunterladen:

Geschäftsordnung für den Jugendbeirat der Stadt Tutzing

Geschäftsordnung für das Jugendparlament der Stadt Füssen

Wahl & Wahlprinzipien

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Wahlen sind zentral für die Legitimation und Sichtbarkeit von Jugendvertretungen.

Sie stärken das Demokratieverständnis, fördern politisches Lernen und motivieren zur aktiven Mitarbeit. Der Wahlprozess sollte jugendgerecht, vielfältig und niederschwellig gestaltet sein – ob online, per Brief oder im Wahllokal.

Wichtig ist: Auch bei geringer Beteiligung bleibt die Arbeit des Gremiums wertvoll – gute Öffentlichkeitsarbeit rund um die Wahl ist entscheidend für den langfristigen Erfolg.

Vorbereitung einer Wahl

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Kanäle zur Informationsverbreitung


Es ist wichtig die Wahl multimedial zu bewerben und hierfür auf bereits bestehende Netzwerke zurückzugreifen. Informationen sollen großflächig verbreitet werden. Hierfür können folgende Kanäle zum Einsatz kommen: Zeitung, Mitteilungsblatt der Gemeinde, allgemeine ortsübliche Bekanntmachung, Homepage der Gemeinde, Social Media, Schulen, Jugendzentrum oder Vereine.

Gerade bei Schulen, Jugendzentren und Vereinen ist ein persönlicher Besuch von erfahrenen Mitgliedern des Gremiums oder bei einer Neugründung durch die InitiatorInnen sehr sinnvoll. Hierbei kann oftmals durch die jugendliche Perspektive und Erfahrungsberichte über das Wirken als JugendvertreterIn die Neugier an politischen Prozessen geweckt und die Leidenschaft für Jugendbeteiligung weitergegeben werden. Die Informationen können im Anbetracht des zeitlichen Aufwandes auch klassen- oder gruppenübergreifend weitergegeben werden. Damit alle Bildungsebenen in der Jugendvertretung vertreten sind, sollte in allen Schulformen für die Wahl geworben werden. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf Förder- und Mittelschulen sowie auf Berufsschulen liegen.

Inhalte der Bekanntmachung


Eine Bekanntmachung beinhaltet nicht nur den Wahltermin, sondern auch eine genaue Erklärung, was eine Jugendvertretung ist, welche Möglichkeiten diese für die kommunale Jugend bietet und welcher persönliche Mehrwehrt durch eine aktive Teilnahme im Gremium entsteht. Informationen zur Wahlberechtigung sowie zur Eintragung ins WählerInnenregister sollten ebenso vermerkt werden.

Bei Jugendvertretungen, die bereits seit einigen Amtsperioden bestehen, eignet es sich, vergangene Projekte und Aktionen zu erwähnen. Ebenso sollte der Ablauf der Kandidatureinreichung ausreichend erläutert werden. Für Rückfragen ist es sinnvoll, Kontaktdaten zu vermerken (E-Mail-Adresse, Telefonnummer, etc.).

Informationsmaterial


Diese vielen Informationen können beispielsweise in einem ansprechenden digitalen Informationsflyer in der Corporate Identity des Gremiums zusammengefasst werden. Dieser Flyer kann auch an anderen Stellen in analoger Form bei zukünftigen Veranstaltungen als Werbemittel eingesetzt werden. Auch ein Image-Film oder Plakate eignen sich für eine effektive Werbung. Meist ist es auch sinnvoll, alle wahlberechtigten Jugendlichen mit einem persönlichen Brief anzuschreiben. Dieser kann auch als Wahlbenachrichtigung dienen und den Beginn des Wahlprozesses mit allen nötigen Informationen und Angaben, wie Zugangsdaten zur digitalen Wahlplattform, einleiten.

Inhalte und Einreichung der Kandidatur

Es bietet sich an, als Bewerbung einen kurzen, vorgegebenen Steckbrief mit Namen, Alter, Tätigkeit, einem Foto und einigen weiteren Fragen wie "Welche Projekte möchtest Du in Deiner Kommune umsetzen?" von den Kandidierenden ausfüllen zu lassen. Die Kandidaturen können im Jugendzentrum oder Rathaus bei den zuständigen kommunalen Ansprechpersonen, wie den JugendpflegerInnen, eingereicht werden. Es eignet sich auch der digitale Weg per E-Mail oder über einen Messenger-Dienst. Bei kleineren Gemeinden sind auch Präsenzveranstaltungen möglich, bei denen die kandidierenden Jugendlichen sich vorstellen und kennenlernen können.

Fristen


Für die Phase, in der intensiv für die Neuwahl des Gremiums geworben wird, sollte ein Zeitraum von etwa vier Wochen eingeplant werden. Die Einreichung von Kandidaturen sollte bis kurz vor der Wahl möglich sein. Ein bis zwei Wochen vor der Wahl sollten die Kandidaturen vor allem über die Sozialen Medien bekanntgegeben werden.

Möglichkeiten zur Durchführung einer Wahl

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Möglichkeit 1: Präsenzwahl


Wie bei der Wahl von Kommunalparlamenten wird in Wahllokalen mit Stimmzettel, Wahlkabine und Wahlurne gewählt. Die Wahllokale sollten an mehreren Orten eingerichtet werden, an denen sich Jugendliche tatsächlich aufhalten und einfachen Zugang finden. Wenn diese im Gebiet der Kommune verteilt sind, wird die Anreise für alle Wahlberechtigten zum jeweiligen Wahllokal kein Hindernis darstellen. Hierfür eigenen sich Schulen, Jugendzentren und Rathäuser. Es ist sinnvoll die Öffnungszeiten sowohl im Laufe eines Tages, als auch abends zu planen, damit auch Auszubildende,
SchülerInnen des Ganztags oder Berufstätige ihre Stimme abgeben können. Bei den verschiedenen Wahllokalen können auch unterschiedliche Uhrzeiten zur Stimmabgabe angeboten werden.

Um die Wahlberechtigung der Jugendlichen leichter prüfen zu können und Doppelwahl zu verhindern, können digitale Listen geführt werden. Oftmals sind Jugendliche motivierter, wenn sie nicht allein zum Wählen gehen. Daher empfiehlt es sich, wenn der Klassenverband oder die Vereinsgruppe gemeinsam einen Wahlraum besucht.


Möglichkeit 2: Briefwahl


Es werden Briefe mit allen Unterlagen und Informationen an alle Wahlberechtigten verschickt. Alternativ kann die Briefwahl beispielsweise auch über ein Online-Formular beantragt werden. Schließlich müssen die Wahlunterlagen bis zu einem bestimmten Datum an einem geeigneten Ort wie Rathaus oder Jugendzentrum gesammelt werden. Wichtig hierbei ist eine doppelte Anonymisierung, um die Wahlgrundsätze einer demokratischen Wahl zu erfüllen.


Möglichkeit 3: online abstimmen


Über eine digitale Plattform kann die Stimme abgegeben werden. Hierfür werden im Vornhinein anonymisierte Einmalcodes generiert, welche die Jugendlichen digital oder per Brief erhalten. Für dieses Prozedere muss sich rechtzeitig mit der datenschutzbeauftragen Person der Kommune abgestimmt werden. Falls es keine eigenen Plattformen der Kommune gibt, kann auf externe Anbieter zurückgegriffen werden. Alternativ gibt es weitere digitale Tools, die Fördervereine von Jugendvertretungen aus anderen Bundesländern erstellt haben und die oftmals von anderen Gremien genutzt werden können.


Möglichkeit 4: Kombination


Am besten erscheint eine Kombination aus den verschiedenen Verfahren, da es aufgrund der individuellen kommunalen Gegebenheiten keine universelle Lösung für jede Kommune gibt. Nach Erfahrungswerten des DVBJs zeigt sich, dass die Wahlbeteiligung deutlich gesteigert werden kann, wenn in Schulen die Klassen gemeinsam zur Wahl gehen. Dies ist im Rahmen einer Präsenzwahl gut möglich, aber auch Onlinewahlen können in einem Zeitraum am Mobiltelefon oder im Computerraum gemeinsam durchgeführt werden. Auch wenn die Schulen als Institutionen bzw. als Orte des Zusammenkommens vieler junger Menschen genutzt werden können, liegt die Verantwortung und Organisation für die Wahl nicht bei den Schulen, sondern bei der kommunalen Verwaltung und den Jugendlichen selbst.

Nachbereitung einer Wahl

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Bekanntgabe der Ergebnisse


Die Bekanntgabe der Ergebnisse erfolgt durch die kommunale politische Spitze meist direkt nach der Auszählung im Rathaus oder Jugendzentrum. Oftmals sind hierbei alle KandidatInnen anwesend. Durch Verpflegung sowie Einladung von PressevertreterInnen wird ein angemessener, feierlicher Rahmen für eine Wahl geschaffen. Die Ergebnisse sollten dann in der Zeitung, auf Social Media und auf der Webseite der Kommune veröffentlicht werden. Die gewählten Mitglieder der Jugendvertretung sollten in einem offiziellen Brief benachrichtigt und zur konstituierenden Sitzung eingeladen werden. Nach der konstituierenden Sitzung, die auch in feierlicher Atmosphäre ausklingen kann, sollten alle Mitglieder möglichst zeitnah in einer Stadt-, Gemeinderats- oder Kreistagssitzung vorgestellt werden.

Reflexion des Wahlprozederes


Es sollte sorgfältig geprüft werden, ob die Werbung für die Wahl angemessen war, ob wichtige kommunale Akteure eingebunden wurden oder ob ein alternatives Wahlverfahren zum Einsatz kommen könnte. Oftmals müssen Verfahren niederschwelliger und jugendfreundlicher gestaltet werden. Auch kann die Attraktivität einer Jugendvertretung gesteigert werden, wenn von Seiten der politischen Instanz den JugendvertreterInnen Rechte zugeschrieben werden, die eine wirksame Umsetzung jugendlicher Interessen ermöglichen. Wichtig ist es, die Jugendlichen der Kommune in
der folgenden Amtsperiode durch offene Angebote stetig einzubeziehen. So gelingt es, eine Bindung aufzubauen und gemeinsam die Attraktivität des Gremiums zu steigern.

Die Entstehung einer idealen Jugendvertretung ist ein fortlaufender Prozess und darf nicht aufgrund unerfüllter Faktoren im ersten Schritt eingestellt werden.

Budget

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Ein eigenes Budget ist entscheidend für die Handlungsfähigkeit und Unabhängigkeit einer Jugendvertretung. Es stärkt Selbstbestimmung und schützt vor politischem Druck.

Der Dachverband bayerischer Jugendvertretungen empfiehlt mindestens 2.000,00 € jährlich, angepasst an die Größe der Kommune.

Das Budget deckt u.a. Projekte, Sitzungen, Materialien und Fahrtkosten – inklusive Sitzungsgeld als Anerkennung für das Engagement.

Für größere Vorhaben soll zusätzlich Geld beantragt werden können.

Ein Budget ist kein Symbol, sondern eine Grundvoraussetzung wirksamer Jugendbeteiligung!

Digitale Ausstattung

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Für eine effektive Arbeit braucht eine Jugendvertretung passende Räume und gute technische Ausstattung.

Dazu gehören E-Mail-Adressen für das Gremium und seine Mitglieder, Programme für Textbearbeitung, Online-Meetings und Präsentationen sowie ein Cloud-Speicher. Auch Tools zur Gestaltung von Flyern und Social-Media-Beiträgen sind wichtig, um professionell auftreten zu können. Nur so kann jugendpolitisches Engagement digital, sichtbar und effizient umgesetzt werden.

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Aktive Arbeit einer Jugendvertretung

Sitzungen, Projekte, Öffentlichkeitsarbeit und der Alltag der Gremiumsarbeit.

Öffentlichkeitsarbeit

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Warum Öffentlichkeitsarbeit wichtig ist?

Schritt für Schritt – eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie

1. Analyse

Die Grundlage für den Außenauftritt ist das klare Bewusstsein über das gewünschte Bild von unserem Gremium. Deshalb können wir beantworten:

  • Wofür steht unser Gremium? (Was ist unser Auftrag? Welche Aufgaben haben wir? Welche Rolle nehmen wir ein?)
  • In welchem Umfeld agieren wir? (Mit welchen Themen beschäftigen wir uns? Welche Entwicklungen beeinflussen unser Gremium? Wer sind unsere Mitspieler? Wo tragen wir Verantwortung?)
  • Mit welchen Zielgruppen interagieren wir? Junge Menschen (verschiedene Milieus), Politik und Verwaltung, Schulen und Vereine, Fachkräfte, Erwachsene und Interessierte => Wir erstellen entsprechende Zielgruppenprofile (Was beeinflusst die Gruppe? Womit befasst sich die Gruppe? Wie informiert sich die Gruppe?)

2. Ziele setzen und Kernbotschaften entwickeln

Um Klarheit zu schaffen, wie wir kommunizieren, müssen wir festlegen, was wir erreichen wollen. Deshalb müssen wir Ziele formulieren und Kernbotschaften entwickeln:

  • Konkrete und überprüfbare Ziele mithilfe der SMART-Formel: spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert
    • Beispiele: Information, Motivation, Aufmerksamkeit, Veranstaltungen, Entscheidungsträger beeinflussen
  • 3 bis 5 Kernbotschaften, die immer einfach verständlich, leicht wiederholbar, positiv formuliert und relevant für die Zielgruppe sind. Kernfrage ist: Was soll man aus unserer Kommunikation mitnehmen?
    • Beispiele: jede Meinung zählt, Jugendbeteiligung stärkt die Demokratie, Jugendvertretungen fördern Selbstwirksamkeit junger Menschen, etc…

3. Corporate Identity bestimmen

Für einen einheitlichen, konsistenten und wiedererkennbaren Auftritt wissen wir, wie wir aussehen, wie wir sprechen und wie wir uns verhalten. Ziel ist ein authentischer, möglichst simpel umsetzbarer und flexibel einsetzbarer Auftritt.

  • Corporate Design (Erscheinungsbild)

    Einheitliche visuelle Identität durch Abstimmung von Farben, Schriften, Layouts und Symbolen

  • Corporate Communication (Sprache und Ton)

    Konsistente Tonalität durch abgestimmte Schreibstile, Botschaften, Kommunikationsrichtlinien

  • Corporate behaviour und corporate culture (Haltung und Werte)

    Innere Verhaltenskultur passt zur äußeren Kommunikation (Mission und Vision)

4. Kanäle planen und auswählen

5. Maßnahmen & Formate

Aus den Richtlinien der aufgestellten Corporate Identity und den dafür passenden Kanälen entstehen nun konkrete Maßnahme, mit denen wir unsere Ziele in die Praxis überführen:

  • Ggf. zur Planung ein Maßnahmenblatt mit wichtigen Daten zum Überblick: Maßnahmen, Ziele, Kanäle, Botschaften, Datum, benötigtes Material, Erfolgskriterien
  • Mögliche Maßnahmen: Reels, Stories, Infoposts, Stellungnahmen, Pressemitteilungen, Websitebeiträge, Einladungsmail, Aktionen und Veranstaltungen, Gespräche, Merch, etc.

6. Zeitplan & Verantwortlichkeiten

Wir weisen unseren Maßnahmen auch an verantwortliche Personen zu, sodass Lasten fair verteilt sind und Maßnahmen zuverlässig umgesetzt werden können. Eine sinnvolle zeitliche Abstimmung stellt eine effiziente Außenwirkung der Maßnahmen sicher:

  • Rollen verteilen: Social Media, Presse, Grafik, Monitoring & Koordination, etc.
  • Redaktionsplan (Wie oft wird veröffentlicht? Was sind wichtige Daten (Wahlen, Veranstaltungen, etc.)? Wann starten Maßnahmen)

7. Erfolgskontrolle

Um Wirkung und Effizienz unserer Maßnahmen zu überprüfen, kontrollieren wir diese anhand messbarer Kennzahlen und Daten. Daraus entsteht eine regelmäßige Evaluation, mit der wir erkennen, welche Maßnahmen funktionieren und welche nicht. So passen wir unseren Außenauftritt ständig an.

Netzwerken

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Netzwerken ist ein zentraler Bestandteil erfolgreicher Jugendvertretungsarbeit.

Es bedeutet, aktiv Verbindungen zu anderen Jugendvertretungen, AkteurInnen der Jugendarbeit sowie politischen EntscheidungsträgerInnen aufzubauen und zu pflegen. Der Austausch mit anderen Gremien – sei es auf kommunaler, regionaler oder überregionaler Ebene – hilft dabei, voneinander zu lernen, gemeinsame Anliegen zu identifizieren und sich gegenseitig zu stärken.

Ebenso wichtig ist der Kontakt zur Verwaltung, zum Gemeinderat oder Stadtrat sowie zu Schulen, Jugendzentren und Vereinen vor Ort. Diese Verbindungen eröffnen Möglichkeiten zur Mitgestaltung, Unterstützung bei Projekten und zu politischem Rückhalt. Netzwerkarbeit gelingt am besten durch regelmäßige Treffen, aktive Teilnahme an Veranstaltungen, gegenseitige Besuche und die Nutzung von digitalen Kommunikationskanälen.

Ein starkes Netzwerk unterstützt die Jugendvertretung dabei, sichtbar, handlungsfähig und gut verankert in der Kommune zu sein.

Der Dachverband der bayerischen Jugendvertretungen e.V. bildet ein bayernweites Netzwerk für Jugendvertretungen. DVBJ

Arbeitsgruppen (AGs)

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Arbeitsgruppen sind ein zentrales Element für die effektive Arbeit in Jugendvertretungen.

Sie ermöglichen eine sinnvolle Aufgabenverteilung, fördern Eigenverantwortung und stärken die Motivation der Mitglieder.

Durch kleinere Teams können Themen intensiver bearbeitet und Projekte zielgerichtet umgesetzt werden. Wichtig ist, das regelmäßige Plenumssitzungen dafür genutzt werden, über den aktuellen Stand und die Resultate der Arbeitsgruppen zu berichten.

Vorteile von Arbeitsgruppen

  • Aufgabenverteilung:

    Verantwortung wird auf mehrere Schultern verteilt – das entlastet den Vorstand und fördert Eigeninitiative. Arbeitsgruppenleiter sind konkrete Ansprechpartner für den Vorstand bei Nachfragen zu einem Projekt oder einem Thema.

  • Vertiefte inhaltliche Arbeit:

    Gruppen können sich intensiv mit spezifischen Themen befassen.

  • Förderung von Engagement:

    Mitglieder bringen sich je nach Interesse und Kompetenz ein – das steigert die Motivation.

  • Schnellere Umsetzung:

    Absprachen und Planungen erfolgen in kleineren Runden häufig zügiger, einfacher und effizienter. Über den Vorschlag der AG wird dann im Plenum diskutiert und unter Einbezug von festgelegten Kompromissen abgestimmt.

  • Partizipation stärken:

    Auch Jugendliche außerhalb des Gremiums können bei Arbeitsgruppen mitarbeiten – das erhöht die Beteiligung. (Dieser Vorteil ist von Jugendvertretung zu Jugendvertretung unterschiedlich und hängt von der Satzung ab. Sie muss selbst entscheiden, ob die Arbeitsgruppen für weitere Jugendliche offen sein sollen.)

Mögliche Arbeitsgruppen einer Jugendvertretung

AG Öffentlichkeitsarbeit

  • Inhalte für Instagram, TikTok & Co.
  • Gestaltung von Flyern und Plakaten
  • Betreuung der Website
  • Erstellung von Pressemitteilungen
  • etc.

AG Veranstaltungsplanung

  • Organisation von Events, Workshops oder Jugendforen
  • Koordination mit Stadt oder Gemeinde, Vereinen, Schulen oder Jugendzentren

AG Politik & Kommunales

  • Beobachtung kommunalpolitischer Entwicklungen

AG Schule & Bildung

  • Themen wie Lernbedingungen, psychische Gesundheit und politische Bildung
  • Zusammenarbeit mit SMVen, Schülerparlamenten und Jugendsozialarbeit

AG Kultur & Freizeit

  • Jugendkulturprojekte, Konzerte, Kunstausstellungen
  • Verbesserung öffentlicher Freiräume

AG Mitgliedergewinnung & Teambuilding

  • Willkommenstreffen
  • gemeinsame Aktivitäten
  • Mitgliedergewinnung bei Neuwahlen

AG Nachhaltigkeit & Umwelt

  • Projekte zu Klima, Umweltschutz, Mobilität

AGs können sich auch zusammenschließen, möchte z.B. AG Nachhaltigkeit eine größere Veranstaltung planen, kann es eine gemeinsame AG-Sitzung mit der AG Veranstaltungsplanung zusammen geben. Ausgeführt wird die Veranstaltung, dann von der gesamten Jugendvertretung.

Antragsarbeit

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Ein Antrag ist ein wirksames Mittel, um eigene Ideen und Anliegen in die Jugendvertretung einzubringen und Entscheidungen anzustoßen. Im Anschluss können die Anträge an den Stadt- oder Gemeinderat gestellt werden.

Damit eine Idee nicht einfach nur ausgesprochen, sondern wirklich aufgegriffen und umgesetzt wird, hilft ein schriftlicher Antrag. Er bringt Struktur in eure Vorschläge und macht sie nachvollziehbar – sowohl intern in der Jugendvertretung als auch gegenüber Verwaltung und Politik.

Nicht jeder Antrag muss an den Stadt- oder Gemeinderat gerichtet sein. Die Jugendvertretung kann um für ein Projekt die Zielsetzung festzuhalten oder öffentlich Stellung zu nehmen einen Antrag schreiben und beschließen, an den sich das Gremium bei der Ausführung oder in Zukunft hält.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Thema und Ziel festlegen

    Überlegt: Was genau möchtet ihr erreichen? Geht es z. B. um ein neues Projekt, eine Forderung?

  1. Informationen sammeln

    Recherchiert: Gibt es ähnliche Vorhaben? Wer ist betroffen? Was wäre nötig, um deine Idee umzusetzen (z. B. Geld, Räume, Unterstützung)?

  1. Mit anderen sprechen

    Tauscht euch mit anderen Jugendvertretungen aus oder holt euch Feedback von Fachleuten.

  1. Begründung formulieren

    Erklärt, warum eurer Anliegen wichtig ist. Was verbessert sich durch die Umsetzung? Wen betrifft das Thema und warum?

  1. Antragstext schreiben

    Formuliert klar und konkret, was genau beschlossen oder umgesetzt werden soll. Achte auf eine verständliche und sachliche Sprache.

  1. Kosten & Umsetzung

    Fügt einen groben Zeitplan bei. Das zeigt, dass ihr euer Anliegen gut durchdacht habt. Gegebenenfalls habt Ihr auch eine Idee zur Finanzierung.

  1. Antrag einreichen

    Reicht den Antrag rechtzeitig vor der nächsten Sitzung der Jugendvertretung beim Vorsitzenden ein – je nach Satzung der Jugendvertretung.

  1. In der Sitzung vorstellen

    Präsentiert euren Antrag kurz. Danach wird darüber diskutiert, eventuell ergänzt und schließlich abgestimmt.

  1. Nachverfolgen & umsetzen

    Wenn der Antrag angenommen wird, beginnt die eigentliche Arbeit: Planung, Umsetzung und ggf. Austausch mit der Kommune.

Aufbau eines Antrags:

  1. Titel

    Kurz und prägnant.

  1. Beschlussvorschlag

    Was genau soll beschlossen werden?

    → Formuliert klar, knapp und im Konjunktiv.

  1. Begründung

    Warum ist der Antrag sinnvoll und notwendig?

    → Erklärt das Anliegen, zeigt Hintergründe auf und ggf. den Nutzen für Jugendliche.

  1. Geplante Umsetzung / nächste Schritte

    Wie soll es weitergehen?

    → Zeitplan, erste Ideen zur Durchführung, Partner:innen oder benötigte Mittel.

  1. Finanzielle Auswirkungen (optional)

    Gibt es Kosten? Wenn ja, wie hoch ungefähr? Wie sollen sie gedeckt werden?

    → Falls ihr eine Förderung beantragt oder städtische Mittel braucht, ist das wichtig.

  1. Unterschrift des Verantwortlichen

    (des Vorsitzenden / Arbeitsgruppenleiter / etc.)

Projekteentwicklung

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Damit eure Ideen und Projekte erfolgreich werden, braucht es eine gute Planung, ein starkes Team und den Mut, einfach loszulegen.

Am Anfang steht immer die Idee. Überlegt euch gemeinsam im Team, was ihr erreichen wollt.

Je klarer das Ziel, desto einfacher die nächsten Schritte.

Danach folgt die Planung. Überlegt euch:

  • Was genau soll passieren?
  • Wann und wo findet das Projekt statt?
  • Wer übernimmt welche Aufgabe?
  • Welche Mittel (z. B. Geld, Materialien, Technik) braucht ihr?

Hier hilft ein Zeitplan oder Projektplan mit Meilensteinen. So behaltet ihr den Überblick und könnt frühzeitig reagieren, wenn etwas nicht läuft wie geplant.

Auch das Budget spielt eine Rolle. Fragt bei eurer Kommune oder Förderstellen nach Unterstützung. Manchmal gibt es auch Kooperationspartner*innen, die euch Materialien oder Know-how bereitstellen können. Sprecht frühzeitig mit der Verwaltung oder eurer Ansprechperson in der Kommune, damit alle Bescheid wissen.

Vergesst nicht die Öffentlichkeitsarbeit: Macht über Social Media, Plakate, lokale Medien oder in Schulen auf euer Projekt aufmerksam – so erreicht ihr möglichst viele Jugendliche.

Während der Durchführung heißt es: Dranbleiben und flexibel bleiben. Manchmal läuft nicht alles nach Plan – das ist normal. Wichtig ist, dass ihr als Team zusammenarbeitet, euch gegenseitig unterstützt und gemeinsam Lösungen findet.

Nach dem Projekt solltet ihr gemeinsam reflektieren: Was lief gut? Was könnt ihr beim nächsten Mal besser machen? Holt euch auch Feedback von Teilnehmer*innen und feiert eure Erfolge – denn Projektarbeit ist nicht nur Arbeit, sondern auch richtig erfüllend!

Mit jeder Projektidee wächst ihr als Jugendvertretung – in eurer Organisation, in euren Kompetenzen und im Miteinander. Also traut euch, kreativ zu sein, Verantwortung zu übernehmen und die Dinge selbst in die Hand zu nehmen!

Mitgliedergewinnung

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Eine aktive Jugendvertretung braucht engagierte Mitglieder – doch wie gewinnt man sie erfolgreich? Der Schlüssel liegt in Sichtbarkeit, persönlicher Ansprache und authentischem Auftreten.

Jugendliche lassen sich vor allem durch direkte Begegnung und echte Mitgestaltungsmöglichkeiten begeistern. Persönliche Kontakte, offene Treffen oder kreative Mitmachaktionen sind oft wirksamer als formelle Aufrufe. Wichtig ist, eine offene und wertschätzende Atmosphäre zu schaffen, in der neue Mitglieder sich willkommen und ernst genommen fühlen – auch ohne sofort Verantwortung übernehmen zu müssen.

Zugleich braucht es Präsenz sowohl vor Ort als auch online. Eine ansprechende Social-Media-Präsenz, gut gestaltete Flyer oder ein kurzer Infofilm können Interesse wecken und zeigen, was die Jugendvertretung bewegt. Dabei sollten Ziele und Erfolge klar kommuniziert werden: Wer sieht, dass Engagement etwas bewirkt, macht eher mit.

Transparente Abläufe und regelmäßige Austauschtreffen helfen, neue Mitglieder zu halten und weiterzuentwickeln. Eine offene Haltung für neue Ideen sorgt dafür, dass die Jugendvertretung lebendig bleibt.

Teambuilding

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Ein starkes Team ist die Grundlage für eine funktionierende Jugendvertretung.

Teambuilding bedeutet mehr als nur gute Zusammenarbeit – es schafft Vertrauen, fördert die Kommunikation und sorgt dafür, dass sich alle Mitglieder wertgeschätzt und eingebunden fühlen und das die Arbeit Spaß macht. Gerade in einer Jugendvertretung, in der Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Persönlichkeiten und Hintergründen aufeinandertreffen, ist es wichtig, gemeinsame Erlebnisse zu schaffen, die verbinden.

Teambuilding beginnt oft mit einem guten Einstieg. Besonders nach einer Wahl oder wenn neue Mitglieder dazukommen, helfen Kennenlernspiele oder lockere Austauschrunden, um erste Barrieren abzubauen. Dabei geht es nicht darum, sofort produktiv zu sein, sondern eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen.

Regelmäßige Treffen, bei denen nicht nur organisatorische Themen im Vordergrund stehen, stärken den Gruppenzusammenhalt zusätzlich – zum Beispiel durch gemeinsame Ausflüge, Spieleabende oder Workshops.

Auch klare Rollenverteilungen und transparente Absprachen im Team sind Teil von Teambuilding. Wer weiß, wofür er oder sie zuständig ist, fühlt sich ernst genommen und übernimmt Verantwortung. Daher ist die Innere Struktur so wichtig.

Gleichzeitig sollte Raum für offene Kommunikation sein – Feedbackrunden und der respektvolle Umgang mit Konflikten fördern ein gutes Miteinander. Unterstützung durch eine sozialpädagogische Fachkraft kann dabei helfen, eine gute Gesprächskultur zu etablieren.

Nicht zuletzt ist Wertschätzung zentral: Kleine Erfolge feiern, Danke sagen oder Engagement sichtbar machen motiviert und zeigt, dass jede*r Einzelne wichtig ist.

Denn eine Jugendvertretung ist nicht nur ein politisches Gremium – sie ist auch ein sozialer Raum, in dem junge Menschen Gemeinschaft erleben und wachsen können.

Mögliche Maßnahmen:

  • Klausur-Wochenende zum Start in die Amtsperiode
  • Diskussionsrunden zu aktuellen und interessanten Themen
  • Escape Room besuchen
  • Schlittschuh laufen
  • Kegeln/ Bowling spielen
  • Das Spektrum ist riesig: findet etwas, was eurer Gruppe Spaß mach!

🤝

Unterstützung einer Jugendvertretung

Wer hilft – vom Dachverband bis zu digitalen Tools und Workshops.

Dachverband der bayerischen Jugendvertretungen e.V. (DVBJ)

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Der Dachverband der bayerischen Jugendvertretungen (DVBJ) ist ein eingetragener Verein, der die Interessen von jungen Menschen in der Politik über Jugendvertretungen aus ganz Bayern hervorbringt.

Als landesweite Interessenvertretung unterstützt der Verband seine 60 Jugendbeiräte, Jugendparlamente und andere demokratische Strukturen dabei jungen Menschen eine Stimme vor Ort zu geben. Durch Vernetzungsangebote, Schulungen und Beratung fördert der DVBJ die Mitbestimmung junger Menschen in kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen. Besonders wichtig ist dem Verband, dass Jugendliche, die noch nicht wählen können, aktiv in gesellschaftliche Debatten eingebunden werden.  Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Jugendarbeit und einem breiten Netzwerk trägt der DVBJ dazu bei, jugendpolitische Themen voranzutreiben und den Dialog zwischen Jugendlichen und politischen Entscheidungsträgern zu verbessern.

Was macht uns aus?

Durch den flächendeckenden Anschluss von bayerischen Jugendvertretungen soll unser Verein überregionale Bedeutung einnehmen und die ganze Bandbreite der bayerischen Jugend vertreten. Die Aufgabe des Vereins ist vorwiegend die Vernetzung aller beteiligten Jugendvertretungen sowie der Austausch von Erfahrungen und Ideen. Wir streben die Schaffung von Jugendvertretungen in möglichst vielen bayerischen Kommunen an und wollen auf entsprechende gesetzliche Regelungen hinwirken.

Wer sind wir?

Dem Verein gehören verschiedenste Jugendvertretungen aus ganz Bayern an.

Mitglieder des Vereins sind im Sinne unserer Satzung die gewählten Repräsentanten aus allen beteiligten Jugendvertretungen. Alle dem DVBJ angehörenden Gremien entsenden dabei zwei Personen, sogenannte delegierte Mitglieder.

Der Vorstand wird aus den Reihen der delegierten Mitglieder gewählt. Dem Vorstand gehört neben dem 1. Vorsitzenden auch der Kassenwart als 2. Vorsitzender und der Schriftführer als 3. Vorsitzender an. Hinzu kommen drei weitere Vorstandsmitglieder.

Es können auch Nicht-Delegierte Mitglieder des DVBJs werden und bei der Organisation mithelfen.

Alle Mitgliedsgremien auf einen Blick

Die interaktive Karte zeigt alle Jugendvertretungen, die dem DVBJ angehören – nach Regierungsbezirk eingefärbt und über die Suche oder die Liste auffindbar.

Wie arbeiten wir?

Wichtigste Organe sind neben dem gewählten Vorstand und dem erweiterten Vorstand die Mitglieder- und die Delegiertenversammlung. Alle Mitglieder des Vereins und Berechtigte beraten dort mindestens halbjährig über alle aktuell relevanten Themen und fassen zusammen wichtige Beschlüsse und geben Stellungnahmen ab. Über unsere üblichen Organe hinaus versuchen wir die Infrastruktur des DVBJ dafür zu nutzen, jede beteiligte Jugendvertretung in ihrer Arbeit zu unterstützen, gemeinsame Initiativen zu entwickeln und unsere Ideen auch über unsere Netze hinaus zu transportieren. Dabei wollen wir auch weitere Jugendvertretungen erreichen oder neue zur Gründung motivieren und sie bestmöglich in den Verein integrieren.

Unsere Ziele:

  • Beteiligung ausbauen
  • Netzwerke schaffen
  • Projekte entwickeln
  • Zusammen wachsen

Ansprechpartner:

(v.l.n.r. Aron Gabriel, Taylan Yildiz, Neela Kaltenbach, Emilio Emiliano, Nicolas Perrot, Juliana Grf. v. Brühl-Störlein)

Zuständig für den Jugendvertretungs-Support Hub und Neugründungen ist Taylan Yildiz.

Mitglied werden:

Jugendvertretung

Als Jugendvertretung habt Ihr die Möglichkeit zwei Delegierte pro Vertretung in den DVBJ zu entsenden, die dann Mitglied im Dachverband werden und eure Stimme im landesweiten Netzwerk bilden.

Schreibt uns gerne an, wenn eure Vertretung noch nicht vernetzt ist!

Privatperson

Auch wenn Ihr kein Delegierter eurer Vertretung seid, könnt ihr dem Dachverband beitreten und bei Vernetzungstreffen, sowie Fortbildungen dabei sein. Außerdem könnt ihr das Team mit euren Stärken unterstützen und euch so im Dachverband einbringen.

Link zum Mitgliedsformular

Falls deine Kommune noch gar keine eigene Jugendvertretung hat unterstützen wir dich gerne bei der Gründung!

Zu unserer Homepage:

Startseite - DVBJ
Wir sind der Landesverband der bayerischen Jugendvertretungen! Wir bilden den Zusammenschluss der verschiedensten bayerischen Jugendvertretungen.
http://www.dvbj.de/

Kontakt aufnehmen:

Kontaktformular - DVBJ
Schreibt uns über unser Kontaktformular, per Mail oder ruft uns an – wir melden uns gerne bei euch zurück.
https://dvbj.de/kontakt

Nützliche digitale Tools

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Digitale Tools spielen eine immer wichtigere Rolle für Jugendvertretungen. Sie helfen dabei, die Zusammenarbeit zu organisieren, Informationen zu teilen, Projekte zu planen und neue Ideen zu entwickeln. Gerade wenn Mitglieder an verschiedenen Orten sind oder viele Aufgaben parallel laufen, können digitale Werkzeuge den Arbeitsalltag deutlich erleichtern. Sie unterstützen Kommunikation, Kreativität, Projektmanagement und Wissensaustausch. Dadurch können Jugendvertretungen effizienter arbeiten und mehr junge Menschen erreichen.

Im Folgenden werden einige wichtige digitale Tools vorgestellt und erklärt, wie sie in der Arbeit von Jugendvertretungen genutzt werden können.

Canva

Canva ist ein Online-Design-Tool, mit dem sehr einfach Grafiken und Materialien erstellt werden können. Jugendvertretungen können Canva nutzen, um Social-Media-Posts, Präsentationen, Flyer, Plakate oder Infografiken zu gestalten. Besonders praktisch ist, dass keine professionellen Designkenntnisse nötig sind, da viele Vorlagen bereits vorhanden sind.

Für Jugendvertretungen ist Canva zum Beispiel hilfreich für Öffentlichkeitsarbeit: Veranstaltungen können beworben werden, Ergebnisse von Projekten können visuell dargestellt werden und Informationen für junge Menschen können ansprechend aufbereitet werden.

Hier kommst du direkt zu Canva

ChatGPT

ChatGPT ist ein KI-basiertes Tool, das beim Schreiben, Recherchieren und Entwickeln von Ideen unterstützen kann. Jugendvertretungen können ChatGPT nutzen, um Texte zu formulieren, Projektideen zu entwickeln, Konzepte zu schreiben oder Social-Media-Beiträge zu erstellen.

Auch bei der Vorbereitung von Veranstaltungen, Workshops oder Anträgen kann ChatGPT helfen, indem es Vorschläge macht oder Informationen strukturiert zusammenstellt. Wichtig ist dabei, dass die Ergebnisse immer noch einmal geprüft und angepasst werden.

Hier kommst du direkt zu ChatGPT

Google Workspace (Google Docs, Drive, Sheets)

Google Workspace ermöglicht es, gemeinsam in Echtzeit an Dokumenten, Tabellen oder Präsentationen zu arbeiten. Dateien können zentral gespeichert und leicht mit anderen geteilt werden. Das erleichtert die Zusammenarbeit innerhalb einer Jugendvertretung.

Hier kommst du direkt zu Google Workspace

Microsoft Teams

Microsoft Teams ist eine Plattform für Zusammenarbeit und Kommunikation. Teams kombiniert Chat, Videokonferenzen, Dateiaustausch und Projektorganisation in einem Tool.

Jugendvertretungen können Teams nutzen, um digitale Meetings abzuhalten, gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten oder Arbeitsgruppen zu organisieren. In verschiedenen Kanälen können Themen oder Projekte getrennt diskutiert werden, sodass die Kommunikation übersichtlich bleibt. Besonders bei überregionalen Netzwerken oder größeren Gruppen erleichtert Teams die Zusammenarbeit.

Hier kommst du direkt zu Mircosoft Teams

Slack

Jugendvertretungen können Slack nutzen, um sich schnell auszutauschen, Aufgaben zu koordinieren oder Informationen zu teilen. Außerdem lassen sich viele andere Tools integrieren, sodass beispielsweise Kalender, Dokumente oder Aufgabenlisten direkt in Slack eingebunden werden können.

Slack ist ein Kommunikationstool, das ähnlich wie ein Chat aufgebaut ist, aber speziell für Teams und Projekte entwickelt wurde. Gespräche können in verschiedenen Channels organisiert werden, zum Beispiel für einzelne Projekte, Veranstaltungen oder Arbeitsgruppen.

Hier kommst du direkt zu Slack

WhatsApp Community

WhatsApp Communities sind eine Funktion, bei der mehrere Gruppen unter einer gemeinsamen Community organisiert werden. Es gibt auch eine Ankündigungsgruppe, in der nur Admins wichtige Infos an alle schicken können.

Wofür Jugendvertretungen sie nutzen können

  • Infos verbreiten (Termine, Updates, Einladungen)
  • Projekte organisieren (z. B. Eventplanung, Arbeitsgruppen)
  • Austausch ermöglichen (Ideen und Feedback von Jugendlichen)
  • Mitglieder koordinieren (verschiedene Teams oder Themen)

Hier kommst du direkt zu WhatsApp

Workshopangebote

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Der Dachverband der bayerischen Jugendvertretungen hat ein breites Angebot zur Fort- und Weiterbildung von jungen Menschen, die sich in Jugendvertretungen engagieren.

Wenn ihr für eine Klausurtagung, Sitzung, etc. einen Referenten zu einem bestimmten Workshop braucht könnt ihr euch gerne an info@dvbj.de wenden und wir finden unter unseren Regionalkoordinatoren und weiten aktiv Engagierten jemanden, der zu euch kommt und mit euch zusammen diverse Inhalte aufarbeitet.

Der DVBJ hat auch Workshop-Boxen, die an die Jugendvertretungen individuell versandt werden können, diese Workshops können auch ohne extra Referenten umgesetzt werden. Ein Moderator aus den eigenen Reihen kann mit dem Ablauf unkompliziert durch die Arbeitsphasen leiten.

Workshop-Angebote

  • Motivation in der Jugendvertretung fördern
  • Mitgliedergewinnung
  • Projektplanung
  • Die Jugendvertretung in der Kommunalpolitik

  • Auf Anfrage können auch Referenten zu spezifische Themen gefunden werden.
    Unsere Sammlung von Experten ist groß.

Corporate Identity (CI)

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Warum ist CI wichtig?

Eine klare CI hilft Jugendvertretungen:

  • Wiedererkennung zu schaffen
  • Professionell aufzutreten
  • Öffentlichkeitsarbeit zu erleichtern
  • Jugendliche und Partner besser zu erreichen

Wichtige Elemente der CI

Logo

Das Logo ist das zentrale Erkennungszeichen der Jugendvertretung und sollte einfach und gut wiedererkennbar sein.

Farben

Eine feste Farbpalette sorgt dafür, dass Social-Media-Posts, Präsentationen oder Flyer einheitlich wirken.

Schriftarten

Eine oder zwei festgelegte Schriftarten sorgen für ein klares und konsistentes Design.

Bildstil

Fotos, Grafiken oder Icons sollten einen ähnlichen Stil haben, damit Materialien zusammenpassen.

Sprache und Ton

Auch die Art der Kommunikation gehört zur CI: verständliche Sprache, klare Botschaften und eine Ansprache, die zur Zielgruppe passt.

Schritte zur Entwicklung einer CI

1. Werte und Ziele festlegen

Wofür steht eure Jugendvertretung?

2. Zielgruppe definieren

Wen möchtet ihr erreichen (z. B. Jugendliche, Politik, Öffentlichkeit)?

3. Visuelle Elemente entwickeln

Welches Logo, welche Farben und Schriftarten sollen verwendet werden und passen zu eurer Vision?

4. Kommunikationsstil bestimmen

Entscheiden, wie ihr nach außen auftreten möchtet.

Ressourcenzentrum

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Im Ressourcenzentrum findet ihr Vorlagen, Dokumente etc. die eine Jugendvertretung unterstützen können.

Checkliste zur Sitzungsvorbereitung

Vorlage: Protokoll

Vorlage: Pressemitteilung

Vorlage: Antrag

Was machen Delegierte im DVBJ?

Was machen sonst. Mitglieder im DVBJ?

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Weitere Ansprechpartner

Institutionen und Netzwerke rund um Kinder- und Jugendbeteiligung in Bayern.

Akademie für Kinder- und Jugendparlamente in Bayern

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Das Institut für Jugendarbeit Gauting ist in Bayern der Standort der Akademie für Kinder- und Jugendparlamente. Auf der Bundesebene wurde dazu beim Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. (AdB) eine Akademie für Kinder- und Jugendparlamente eingerichtet, die die Aktivitäten bundesweit koordiniert. Entstanden ist die Akademie auf Initiative des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zur Umsetzung der Jugendstrategie der Bundesregierung mit der Zielsetzung „Jugendliche für Politik (zu) begeistern und die Akzeptanz unserer Demokratie (zu) stärken“.

Ziel der Akademie

  • Kinder und Jugendliche qualifizieren: Kinder und Jugendliche sollen darin bestärkt werden, Beteiligungsstrukturen einzufordern und zu nutzen.
  • Fachkräfte und Begleitpersonen unterstützen: pädagogische Fachkräfte und Multiplikator:innen aus den Arbeitsfeldern der Jugendarbeit werden dazu qualifiziert, Kinder und Jugendliche zu unterstützen und damit die Rahmenbedingungen für eine dauerhafte Beteiligung zu schaffen.
  • Politik und Verwaltung sensibilisieren: kommunale Entscheidungsträger:innen aus der Politik und Verwaltung werden für die Einführung von Beteiligungsstrukturen gewonnen.
  • Diversität fördern und Zugänge schaffen: Beteiligungsstrukturen sollen allen Kindern und Jugendlichen offen stehen. Dazu müssen Zugangsbarrieren identifiziert und beseitigt werden.
  • Austausch und Vernetzung sichern: die Akademiestandorte der einzelnen Bundesländer arbeiten vernetzt und entwickeln gemeinsam Materialien für die Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote.

Akademie für Kinder- und Jugendparlamente in Bayern

Bayerischer Jugendring (BJR)

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Der Bayerischer Jugendring (BJR) ist die gesetzliche Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände in Bayern und fungiert als zentrale Interessenvertretung junger Menschen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Er vereint zahlreiche Jugendorganisationen und unterstützt die Jugendarbeit im gesamten Freistaat.

Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:

  • Förderung und Koordination der Jugendverbandsarbeit
  • Beratung von Kommunen und Trägern der Jugendarbeit
  • politische Interessenvertretung für junge Menschen
  • Verwaltung staatlicher Fördermittel für Jugendarbeit

Bundeskonferenz der Landesdachverbände der Jugendbeteiligungsgremien

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Die Bundeskonferenz der Landesverbände der Jugendbeteiligungsgremien (BuKo) ist ein überparteilicher Zusammenschluss von Landesdachverbänden kommunaler Kinder- und Jugendvertretungen in Deutschland.

Gegründet wurde sie im Mai 2022 in Düsseldorf von Vertreter*innen aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Die BuKo dient als bundesweite Plattform für den Austausch und die Interessenvertretung junger Menschen gegenüber der Bundespolitik und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Organisatorisch besteht sie aus einer Mitgliederversammlung, einer Steuerungsgruppe mit je einem Vertreter des Landesvorstands aus den Bundesländern sowie dem Bundesvorstand. Darüber hinaus unterstützen verschiedene Ausschüsse die Arbeit der Konferenz in Bereichen wie Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen und IT.

Ziele

Die BuKo verfolgt das Ziel, die politische Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu stärken und die Umsetzung der Kinderrechte voranzutreiben. Sie bietet den Landesdachverbänden eine gemeinsame Stimme auf Bundesebene, fördert den Austausch bewährter Praktiken und unterstützt die Gründung neuer Landesverbände durch Initiativen wie „ZukunftsConnect“ . Durch regelmäßige Bundesvernetzungstreffen und die Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Deutschen Kinderhilfswerk e.V. trägt die BuKo dazu bei, die Jugendbeteiligung nachhaltig zu fördern und weiterzuentwickeln .

Mitgliedsverbände

  • HVSKJHessischer Verband zur Stärkung von Kinder- und Jugendgremien
    Hessen
  • KiJuRat NRWKinder- und Jugendrat
    Nordrhein-Westfalen
  • DKJGDachverband der Kinder- und Jugendgremien
    Thüringen
  • DKJDachverband der Kinder- und Jugendgremien
    Mecklenburg-Vorpommern

Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung in Bayern (KiJuBA)

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Die Fach- und Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung in Bayern sind deine AnsprechpartnerInnen rund um das Thema Beteiligung von jungen Menschen in Bayern.

Ihr Ziel ist es, Kinder und Jugendliche aktiv in Entscheidungen einzubinden und ihre Mitgestaltung in Gesellschaft, Politik und Alltag zu stärken.

Sie unterstützen Kommunen, Vereine, Schulen und weitere Akteur:innen dabei, Projekte der Kinder- und Jugendbeteiligung erfolgreich umzusetzen. Mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und einem starken Netzwerk stehen sie dir zur Seite, um Beteiligungsprozesse nachhaltig und wirkungsvoll zu gestalten.

Schau dir gerne ihre Angebote an.

Angebote - kiJuBa
Gemeinsam Beteiligung stärken: Ob Politik, Verwaltung, Fachkräfte, Engagierte oder Jugendliche – wir bieten konkrete Unterstützung für alle, die Beteiligung möglich machen wollen.
https://www.kinderundjugendbeteiligung.bayern/angebote-test/

Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung in Bayern

Starke Kinder- und Jugendparlamente

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Die Initiative “Starke Kinder- und Jugendparlamente” besteht aus der Akademie für Kinder- und Jugendparlamente in Trägerschaft des Arbeitskreises deutscher Bil­dungs­stätten e. V. (AdB), dem Deutschen Kinderhilfswerk e. V. als Träger der Servicestelle Starke Kinder- und Jugendparlamente und des Jugendbeirates, einer wissenschaftlichen Begleitung durch die Professoren Dr. Waldemar Stange und Dr. Roland Roth, sowie dem für die „Jugendstrategie und eigenständige Jugendpolitik“ zuständigen Referat des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Ziel:

Die Initiative Starke Kinder- und Jugendparlamente unterstützt bundesweit Kinder- und Jugendparlamente auf kommunaler Ebene durch Beratung, Information, Vernetzung und Qualifizierung. Sie richtet sich dabei sowohl an Kinder und Jugendliche, an Fachkräfte als auch an Personen aus Politik und Verwaltung. Angesprochen werden sowohl Kommunen mit Kinder- und Jugendparlamenten als auch Kommunen mit einem Gründungsinteresse eines solchen Gremiums. Neben konkreter Beratung gibt es bedarfsgerechte Qualifizierungsangebote in allen Bundesländern.

Starke Kinder- und Jugendparlamente

YPNE - Youth Parliament Network Europe

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Das Youth Parliament Network Europe (YPNE) ist ein überparteilicher Zusammenschluss von Jugendvertretungen und Strukturen der Jugendbeteiligung aus ganz Europa.

2025 von einer Projektgruppe des DVBJ gegründet, bietet das YPNE eine Platform für Austausch für junge Menschen zwischen 16 und 21 Jahren. Teil des YPNE können alle Beteiligten von Jugendvertretungen und ähnlichen Zusammenschlüssen werden. Um allen Teilnehmenden die Mitwirkung zu ermöglichen, erfolgen sämtliche Treffen in Englisch.

Durch die Unterstützung von Partnern ist es möglich neue Fähigkeiten im Bereich Moderation, Public Speaking und Projektdesign zu erlernen oder diese auszubauen. Auch nach Seminaren und Workshops werden Projekte weiter von der Organisation des YPNE mit Mentoring und Webinaren unterstützt.

Ziele

YPNE verfolgt das Ziel den internationalen Austausch auszubauen, neue Ideen zu entwickeln und Jugendbeteiligung auf europäischer Ebene zu stärken. Es ermöglicht den Teilnehmenden durch Workshops und Diskussionsrunden zentrale Themen der Zukunft wie Digitalisierung, Klimawandel und soziale Gerechtigkeit zu vertiefen.

Ansprechpartner

Erreichbar per E-Mail: info@ypne.eu website: YPNE - Youth Parliament Network Europe oder auf Social Media.

Das Netzwerk

Partner

  • Finanziert von der Europäischen Union
  • DVBJ – Dachverband der bayerischen Jugendvertretungen e.V.

YPNE - Youth Parliament Network Europe

📖

Glossar für Jugendvertretungen

Alle wichtigen Begriffe rund um Kommunalpolitik und Gremienarbeit – von A bis Z.

Anhörungsrecht

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Das Anhörungsrecht bezeichnet das Recht von Jugendvertretungen, bei bestimmten Entscheidungen der Kommune offiziell angehört zu werden. Es ermöglicht jungen Menschen, ihre Sichtweisen und Interessen in kommunalpolitische Prozesse einzubringen. Dieses Recht ist in vielen Gemeindeordnungen verankert und stellt ein zentrales Instrument für gelebte Jugendbeteiligung dar. Jugendvertretungen sollten darauf achten, dieses Recht aktiv einzufordern und transparent zu dokumentieren, wann und wie sie angehört wurden.

Antrag

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Ein Antrag ist ein formaler Vorschlag, der von einer Jugendvertretung oder einem ihrer Mitglieder eingebracht wird, um eine bestimmte Maßnahme zu beschließen oder ein Anliegen an die Kommune weiterzuleiten. Anträge können in Sitzungen gestellt und beschlossen oder schriftlich an Verwaltung oder Gemeinderat gerichtet werden. Wichtig ist eine klare Struktur: Betreff, Begründung und konkreter Beschlussvorschlag. Gute Anträge erhöhen die Wirksamkeit der Jugendvertretung und zeigen politisches Handwerkszeug in Aktion.

Ausschüsse

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Ausschüsse sind spezialisierte Gremien innerhalb des Gemeinderats oder anderer politischer Gremien, die sich mit bestimmten Themenbereichen wie Jugend, Bildung, Umwelt oder Finanzen befassen. In vielen Kommunen können Jugendvertretungen in beratender Funktion an Ausschusssitzungen teilnehmen oder sogar Mitglieder entsenden. Die Mitarbeit in Ausschüssen ermöglicht es Jugendlichen, frühzeitig politische Abläufe kennenzulernen und ihre Anliegen direkt einzubringen. Ein regelmäßiger Austausch mit den zuständigen Ausschüssen stärkt die Sichtbarkeit und Wirkung der Jugendvertretung.

Barrierefreiheit

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Barrierefreiheit bedeutet, dass alle Menschen, unabhängig von körperlichen, geistigen oder sprachlichen Einschränkungen – gleichberechtigt Zugang zu Informationen, Räumen und Beteiligung haben. Für Jugendvertretungen heißt das: Veranstaltungen, digitale Angebote und Materialien sollten so gestaltet sein, dass niemand ausgeschlossen wird. Dazu gehören z. B. einfache Sprache, Untertitel bei Videos, Rampen vor Veranstaltungsorten oder gut lesbare Texte. Barrierefreiheit ist ein Schlüssel für inklusive Beteiligung.

Bayerischer Jugendring

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Der Bayerische Jugendring ist die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände und Jugendringe in Bayern und vertritt die Interessen junger Menschen auf Landesebene. Er ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und wird durch das Bayerische Jugendring-Gesetz legitimiert. Der BJR fördert Jugendbeteiligung, setzt sich für jugendgerechte Politik ein und bietet finanzielle sowie fachliche Unterstützung, etwa durch Programme, Fortbildungen oder die Vertretung gegenüber Politik und Verwaltung.

Beschlussfähigkeit

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Eine Jugendvertretung ist beschlussfähig, wenn eine vorher festgelegte Mindestanzahl von Mitgliedern bei einer Sitzung anwesend ist. Nur dann können gültige Entscheidungen getroffen werden. Die Regelung dazu gehört in die Satzung oder Geschäftsordnung.

Beteiligungscoach

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Ein Beteiligungscoach ist eine qualifizierte Fachperson, die Kommunen und Jugendvertretungen dabei unterstützt, wirksame Beteiligungsstrukturen für junge Menschen aufzubauen und zu verbessern. Sie oder er begleitet Gründungsprozesse, moderiert Workshops, gibt methodische Impulse und sorgt dafür, dass Jugendbeteiligung auf Augenhöhe gelingt. Beteiligungscoaches kennen sowohl die kommunale Praxis als auch die Bedürfnisse junger Menschen – sie fungieren als Brücke zwischen Politik, Verwaltung und Jugend. In Bayern werden Beteiligungscoaches oft über Programme des BJR geschult und vermittelt.

Bezirksjugendring

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Ein Beteiligungscoach ist eine qualifizierte Fachperson, die Kommunen und Jugendvertretungen dabei unterstützt, wirksame Beteiligungsstrukturen für junge Menschen aufzubauen und zu verbessern. Sie oder er begleitet Gründungsprozesse, moderiert Workshops, gibt methodische Impulse und sorgt dafür, dass Jugendbeteiligung auf Augenhöhe gelingt. Beteiligungscoaches kennen sowohl die kommunale Praxis als auch die Bedürfnisse junger Menschen – sie fungieren als Brücke zwischen Politik, Verwaltung und Jugend. In Bayern werden Beteiligungscoaches oft über Programme des BJR geschult und vermittelt.

Budget

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Ein Budget ist der finanzielle Rahmen, der einer Jugendvertretung für ihre Arbeit zur Verfügung steht – z. B. für Projekte, Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit oder Fortbildungen. Es kann von der Kommune, vom Bezirks- oder Kreisjugendring oder über Förderprogramme bereitgestellt werden. Ein eigenes Budget stärkt die Eigenständigkeit der Jugendvertretung und ermöglicht unabhängiges Handeln. Wichtig sind transparente Planung, verantwortungsvolle Verwendung und eine nachvollziehbare Abrechnung der Mittel.

Bürgermeister:in

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Der/die Bürgermeister:in ist das gewählte Oberhaupt einer Kommune und leitet die Verwaltung. Er oder sie spielt eine zentrale Rolle in der Zusammenarbeit mit Jugendvertretungen, da viele Entscheidungen über Beteiligung, Unterstützung oder Finanzierung auf kommunaler Ebene getroffen werden. Ein regelmäßiger und konstruktiver Austausch mit dem Bürgermeister kann der Jugendvertretung helfen, ihre Anliegen wirksam einzubringen und politische Prozesse besser zu verstehen. Idealerweise ist der Bürgermeister Unterstützer und Partner von Jugendbeteiligung vor Ort.

Dachverband

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Ein Dachverband ist ein Zusammenschluss mehrerer Organisationen oder Gruppen mit ähnlichen Zielen, der deren Interessen auf einer übergeordneten Ebene bündelt und vertritt. Für Jugendvertretungen in Bayern übernimmt der Dachverband bayerischer Jugendvertretungen (DVBJ) diese Rolle. Er unterstützt seine Mitglieder durch Beratung, Vernetzung, Schulungen und politische Interessenvertretung auf Landesebene. Als Dachverband stärkt der DVBJ die Sichtbarkeit und Wirkung einzelner Jugendvertretungen und setzt sich für bessere Rahmenbedingungen der Jugendbeteiligung ein.

Diversity

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Diversity (Vielfalt) beschreibt die Anerkennung und Wertschätzung unterschiedlicher Lebensrealitäten, Identitäten und Hintergründe – z. B. in Bezug auf Herkunft, Geschlecht, Religion, sexuelle Orientierung, Behinderung oder soziale Lage. In der Arbeit von Jugendvertretungen bedeutet Diversity, bewusst auf inklusive Strukturen zu achten: alle jungen Menschen sollen sich vertreten und willkommen fühlen – unabhängig von ihrer Lebensweise. Diversity ist kein Extra, sondern Grundlage für gerechte Beteiligung und lebendige Demokratie.

E-Partizipation

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E-Partizipation (elektronische Partizipation) bezeichnet die Beteiligung junger Menschen über digitale Wege – z. B. durch Online-Umfragen, Abstimmungen, Beteiligungsplattformen oder Social Media. Sie ergänzt klassische Beteiligungsformate und macht Mitsprache flexibler, niedrigschwelliger und oft auch inklusiver. Für Jugendvertretungen bietet E-Partizipation die Chance, mehr junge Menschen zu erreichen, ihre Meinungen sichtbar zu machen und Entscheidungsprozesse transparenter zu gestalten. Wichtig sind dabei Datenschutz, Barrierefreiheit und ein klarer Rückkanal zur Auswertung.

Evaluation

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Evaluation bedeutet, die eigene Arbeit systematisch zu überprüfen – z. B. durch Feedback, Umfragen oder Rückblicke. Jugendvertretungen können damit herausfinden, was gut läuft, wo es Verbesserungsbedarf gibt und wie Projekte oder Strukturen weiterentwickelt werden können. Eine gute Evaluation ist ehrlich, praxisnah und ergebnisoffen und zeigt, dass Beteiligung ernst genommen wird. Sie stärkt Qualität, Motivation und Glaubwürdigkeit.

Fördergelder

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Fördergelder sind finanzielle Mittel, die Jugendvertretungen von öffentlichen Stellen (z. B. Kommunen, Ministerien, Bezirksjugendringen) oder privaten Organisationen (z. B. Stiftungen) erhalten können, um Projekte, Veranstaltungen oder Strukturen zu realisieren. Sie müssen in der Regel beantragt und zweckgebunden verwendet werden. Eine gute Projektbeschreibung, ein realistischer Finanzplan und eine saubere Abrechnung sind entscheidend für die Bewilligung. Fördergelder ermöglichen größere Wirkung – und stärken die Unabhängigkeit von Jugendvertretungen.

Gemeinde/Stadtrat

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Der Gemeinde- bzw. Stadtrat ist das zentrale Entscheidungsorgan einer Kommune. Er besteht aus gewählten Vertreter*innen und entscheidet über lokale Angelegenheiten wie Haushaltsplanung, Bauprojekte oder Jugendangebote. Für Jugendvertretungen ist der Gemeinderat ein wichtiger Adressat: Hier können Anträge eingebracht, Anliegen vorgetragen und Beteiligungsrechte eingefordert werden. Ein regelmäßiger Austausch oder feste Redezeiten im Rat stärken die politische Wirksamkeit junger Menschen auf kommunaler Ebene.

Gemeindeordnung Bayern

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Die Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (GO) ist das zentrale Gesetz, das die Organisation, Aufgaben und Rechte bayerischer Kommunen regelt. Sie bildet die rechtliche Grundlage für kommunale Gremien wie den Gemeinderat, die Rolle des Bürgermeisters – und auch für Formen der Jugendbeteiligung. In Artikel 18a GO ist festgehalten, dass Gemeinden junge Menschen an allen sie betreffenden Entscheidungen „in angemessener Weise“ beteiligen sollen. Die Gemeindeordnung ist damit ein wichtiges Werkzeug für Jugendvertretungen, um Mitbestimmung einzufordern.

Generationengerechtigkeit

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Generationengerechtigkeit bedeutet, dass heutige Entscheidungen die Lebensgrundlagen und Chancen künftiger Generationen nicht gefährden. Es geht darum, Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen, nachhaltige Politik zu machen und junge Stimmen ernst zu nehmen. Für Jugendvertretungen ist Generationengerechtigkeit ein zentrales Prinzip: Sie setzen sich dafür ein, dass junge und zukünftige Generationen in politische Entscheidungen eingebunden werden – sei es beim Klimaschutz, in der Finanzpolitik oder bei sozialen Fragen.

Geschäftsordnung

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Die Geschäftsordnung regelt die Abläufe und Strukturen innerhalb einer Jugendvertretung oder eines Gremiums. Sie enthält unter anderem Bestimmungen zu Sitzungen, Abstimmungen, Aufgabenverteilungen, Redezeiten und Antragsverfahren. Eine gut durchdachte Geschäftsordnung sorgt für Transparenz, Verbindlichkeit und effizientes Arbeiten. Sie kann individuell an die Bedürfnisse der jeweiligen Jugendvertretung angepasst werden – sollte aber demokratische Grundprinzipien wie Mitbestimmung und Fairness stets wahren.

Gremium

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Ein Gremium ist eine organisierte Gruppe von Personen, die sich regelmäßig trifft, um über bestimmte Themen zu beraten und Entscheidungen zu treffen. In der Jugendbeteiligung kann ein Gremium z. B. ein Jugendparlament, ein Jugendrat oder ein Arbeitskreis sein. Gremien arbeiten meist nach festen Regeln (z. B. Geschäftsordnung) und fördern demokratische Mitbestimmung. Sie bieten jungen Menschen die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, Positionen zu entwickeln und konkrete Anliegen in politische Prozesse einzubringen.

Haushalt

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Der kommunale Haushalt legt fest, wie viel Geld eine Gemeinde oder Stadt im Jahr einnimmt und wofür es ausgegeben wird – z. B. für Bildung, Infrastruktur oder Jugendangebote. Er wird vom Gemeinderat beschlossen und ist ein zentrales politisches Steuerungsinstrument. Für Jugendvertretungen ist der Haushalt wichtig, weil dort entschieden wird, ob und wie ihre Projekte oder Strukturen finanziert werden. Wer den Haushaltsplan versteht und gezielt Einfluss nimmt, kann Jugendinteressen wirksam vertreten.

Jugend

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„Jugend“ bezeichnet die Lebensphase zwischen Kindheit und Erwachsenenalter – meist etwa im Alter von 12 bis 27 Jahren. In dieser Zeit entwickeln junge Menschen ihre Persönlichkeit, Meinungen und gesellschaftliches Engagement. Jugend ist geprägt von Bildung, ersten politischen Erfahrungen und dem Wunsch nach Mitgestaltung. In der politischen Beteiligung wird Jugend oft als eigene Zielgruppe verstanden, deren Bedürfnisse und Perspektiven gezielt berücksichtigt werden sollen – etwa durch Jugendvertretungen, Jugendhilfe oder Beteiligungsrechte.

Jugendfond

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Ein Jugendfonds ist ein speziell für junge Menschen eingerichteter Fördertopf, aus dem Projekte, Ideen oder Beteiligungsformate finanziert werden können. Oft wird er von Kommunen, Jugendringen oder Förderprogrammen bereitgestellt – und im besten Fall entscheiden Jugendliche selbst mit über die Vergabe der Mittel. Jugendfonds ermöglichen unkomplizierte, niedrigschwellige Finanzierung und fördern Eigeninitiative, Kreativität und demokratisches Lernen. Sie sind ein starkes Werkzeug für echte Mitbestimmung.

Jugendforum

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Ein Jugendforum ist ein offenes Beteiligungsformat, bei dem junge Menschen ihre Anliegen, Ideen und Wünsche diskutieren und gemeinsam Entscheidungen treffen können. Es kann einmalig oder regelmäßig stattfinden – z. B. als öffentliche Veranstaltung, Workshop oder Online-Dialog. Oft ist das Jugendforum Teil von Programmen wie „Demokratie leben!“ oder an einen Jugendfonds gekoppelt. Jugendforen fördern Mitbestimmung, Vernetzung und Sichtbarkeit und bieten eine gute Einstiegsmöglichkeit für Jugendliche, die sich engagieren wollen.

Jugendschutz

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Der Jugendschutz dient dem Schutz junger Menschen vor Gefahren für ihre körperliche, geistige und seelische Entwicklung. Gesetzlich geregelt ist er im Jugendschutzgesetz (JuSchG) – z. B. zu Themen wie Alkohol, Rauchen, Medien oder Aufenthaltszeiten in der Öffentlichkeit. Auch bei Veranstaltungen oder in der Arbeit von Jugendvertretungen spielt der Jugendschutz eine Rolle: etwa bei der Planung von Events, beim Umgang mit Medien oder in der Aufsichtspflicht. Ziel ist es, Freiräume zu ermöglichen – aber sicher und verantwortungsvoll.

Kinderschutzbund

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Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) ist eine bundesweit tätige Organisation, die sich für die Rechte, den Schutz und die Förderung von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Er unterstützt Familien, bietet Beratungsstellen, setzt sich politisch für kinderfreundliche Rahmenbedingungen ein und engagiert sich gegen Gewalt, Armut und Benachteiligung. In vielen Städten gibt es lokale Kreis- oder Ortsverbände. Für Jugendvertretungen kann der Kinderschutzbund ein wichtiger Kooperationspartner sein – etwa bei Projekten zu Kinderrechten, Prävention oder Beteiligung.

Kooperationspartner

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Organisationen, Einrichtungen oder Initiativen, mit denen eine Jugendvertretung zusammenarbeitet. Kooperationspartner helfen bei Projekten, bringen Fachwissen ein oder unterstützen logistisch und finanziell.

Landeszentrale für politische Bildung

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Die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) ist eine staatliche Einrichtung, die das politische Bewusstsein und die demokratische Bildung in der Bevölkerung fördert. In Bayern übernimmt diese Aufgabe die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Sie bietet Publikationen, Veranstaltungen, Workshops und Förderprogramme – auch speziell für junge Menschen und Jugendvertretungen. Die LpB ist ein wertvoller Partner für politische Bildung, Projektförderung und Materialbeschaffung rund um Demokratie, Geschichte und Beteiligung.

Leitbild

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Ein Leitbild beschreibt die grundlegenden Werte, Ziele und das Selbstverständnis einer Jugendvertretung oder Organisation. Es beantwortet Fragen wie: Wofür stehen wir? Was wollen wir erreichen? Wie arbeiten wir zusammen? Ein gutes Leitbild schafft Orientierung nach innen und außen, stärkt die Identifikation der Mitglieder und macht die Haltung der Jugendvertretung sichtbar. Es sollte gemeinsam erarbeitet, regelmäßig überprüft und offen kommuniziert werden – z. B. auf der Website oder bei Veranstaltungen.

Lobbyarbeit

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Das gezielte Einbringen von Interessen gegenüber politischen Entscheidungsträger*innen. Jugendvertretungen nutzen Lobbyarbeit, um Anliegen junger Menschen sichtbar zu machen und Einfluss auf politische Prozesse zu nehmen.

Mandat

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Ein Mandat ist der offizielle Auftrag, den eine Person oder ein Gremium durch Wahl oder Berufung erhält, um bestimmte Aufgaben oder Interessen zu vertreten. In der Jugendbeteiligung bedeutet das z. B., dass eine gewählter Jugendvertreter*in ein Mandat hat, die Anliegen junger Menschen in politischen Gremien, Ausschüssen oder gegenüber der Kommune zu vertreten. Ein Mandat verleiht Legitimation – und bringt zugleich Verantwortung mit sich: für Transparenz, Rechenschaft und aktives Engagement.

Mehrheiten (einfache, absolute, qualifizierte)

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Einfache Mehrheit

Mehr Ja- als Nein-Stimmen.

Absolute Mehrheit

Mehr als die Hälfte aller Mitglieder stimmt zu.

Qualifizierte Mehrheit

Ein besonders hoher Anteil ist notwendig (z. B. zwei Drittel)

Moderation

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Moderation ist die gezielte Leitung und Strukturierung von Gesprächen, Sitzungen oder Veranstaltungen. Eine gute Moderation sorgt dafür, dass alle zu Wort kommen, Diskussionen fair ablaufen und die Gruppe gemeinsam zu Ergebnissen kommt. In Jugendvertretungen ist Moderation eine wichtige Kompetenz – egal ob bei Sitzungen, Workshops oder in der Kommunikation mit Verwaltung und Politik. Sie fördert Beteiligung, Klarheit und respektvollen Austausch.

Nicht / öffentliche Sitzung

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Sitzungen politischer Gremien – auch von Jugendvertretungen – können öffentlich oder nichtöffentlich sein.

Öffentliche Sitzungen

sind für alle Interessierten zugänglich. Sie fördern Transparenz und ermöglichen Beteiligung.

Nichtöffentliche Sitzungen

finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, wenn z. B. personenbezogene Daten, vertrauliche Informationen oder rechtliche Fragen behandelt werden.

Die Unterscheidung schützt sensible Inhalte, sollte aber gut begründet erfolgen – denn Offenheit ist ein Grundprinzip demokratischer Arbeit.

Öffentlichkeitsarbeit

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Öffentlichkeitsarbeit umfasst alle Maßnahmen, mit denen Jugendvertretungen über ihre Arbeit informieren, Aufmerksamkeit schaffen und junge Menschen zur Beteiligung motivieren. Dazu gehören z. B. Social Media, Pressemitteilungen, Veranstaltungen, Flyer oder direkte Ansprache in Schulen. Gute Öffentlichkeitsarbeit stärkt die Sichtbarkeit, fördert Transparenz und hilft, neue Mitglieder zu gewinnen. Sie sollte zielgruppengerecht, regelmäßig und authentisch sein – und die Erfolge sowie den Mehrwert von Jugendbeteiligung klar vermitteln.

Ortsvorsteher

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Der Ortsvorsteher (in manchen Regionen auch Ortssprecher oder Ortsteilbürgermeister genannt) ist die gewählte oder berufene Ansprechperson für einen Stadtteil oder Ortsteil innerhalb einer Gemeinde. Er oder sie vertritt die Interessen der örtlichen Bevölkerung gegenüber der Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Für Jugendvertretungen im ländlichen Raum kann der Ortsvorsteher eine wichtige Verbindungsperson sein – etwa zur Unterstützung bei Projekten, als Türöffner zur Verwaltung oder als Stimme für mehr Jugendbeteiligung im Ort.

Partizipation

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Partizipation bedeutet Mitbestimmung und aktive Beteiligung an Entscheidungen, die das eigene Leben oder das Gemeinwesen betreffen. In der Jugendarbeit meint Partizipation, dass junge Menschen ernst genommen, gehört und in politische, gesellschaftliche und organisatorische Prozesse einbezogen werden – ob im Jugendparlament, bei Projekten oder in der Kommunalpolitik. Echte Partizipation heißt: nicht nur dabei sein, sondern mitgestalten dürfen. Sie fördert demokratisches Denken, Verantwortungsbewusstsein und soziale Gerechtigkeit.

Plenum

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Das Plenum ist das höchste beschlussfassende Gremium der Jugendvertretung – alle gewählten Mitglieder sind dabei stimmberechtigt. Im Plenum wird diskutiert, abgestimmt und entschieden.

Politische Bildung

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Politische Bildung vermittelt Kenntnisse über demokratische Prozesse, Mitbestimmung und gesellschaftliche Verantwortung. Sie stärkt die Fähigkeit junger Menschen, fundiert und engagiert mitzuwirken.

Politische Sommerpause

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Die politische Sommerpause ist eine sitzungsfreie Zeit in den Sommermonaten, in der Parlamente, Räte und politische Gremien meist keine regulären Sitzungen abhalten. Auch Jugendvertretungen können in dieser Zeit ihren Rhythmus anpassen. Die Sommerpause dient der Erholung, bietet aber auch Raum für Vorbereitung, Austausch, Öffentlichkeitsarbeit oder kreative Projekte abseits des Sitzungskalenders. Wichtig ist, frühzeitig zu klären, welche Aufgaben trotzdem laufen müssen – z. B. Fristen oder Anträge.

Pressemitteilung

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Ein offizieller Text, mit dem eine Jugendvertretung Medien über Neuigkeiten informiert – zum Beispiel zu Veranstaltungen, Positionen oder Erfolgen. Pressearbeit macht das Engagement sichtbar und stärkt die Wirkung nach außen.

Projekt

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Ein Projekt ist eine zeitlich begrenzte, zielgerichtete Aktion, mit der Jugendvertretungen konkrete Anliegen umsetzen – z. B. ein Festival, eine Umfrage, ein Workshop oder eine Kampagne. Projekte haben meist einen klaren Ablauf: Idee, Planung, Durchführung, Auswertung. Sie bieten Jugendlichen die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, sichtbar zu werden und Wirkung zu entfalten. Gute Projekte brauchen ein klares Ziel, ein realistisches Budget, gute Kommunikation und engagierte Menschen – aber keine Perfektion.

Quartal

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Ein Quartal ist ein Zeitraum von drei Monaten und unterteilt das Kalenderjahr in vier gleich lange Abschnitte: Januar bis März, April bis Juni, Juli bis September und Oktober bis Dezember. In der Arbeit von Jugendvertretungen eignet sich die quartalsweise Einteilung besonders gut für die Planung, Durchführung und Reflexion von Projekten oder Aktivitäten. Viele Förderprogramme, Berichtszyklen oder auch interne Arbeitsstrukturen orientieren sich ebenfalls an Quartalen, weshalb sie eine praktische Orientierungshilfe für regelmäßige Arbeitsprozesse bieten.

Rederecht

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Das Rederecht beschreibt das formale Recht, in einem Gremium, einer Sitzung oder Versammlung das Wort zu ergreifen und sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Für Jugendvertretungen kann ein festes Rederecht – z. B. im Gemeinderat oder in Ausschüssen – ein wichtiges Instrument sein, um Anliegen direkt einzubringen und sichtbar zu machen. Es signalisiert Anerkennung und stärkt die politische Teilhabe. Das Rederecht kann in der Geschäftsordnung, Satzung oder durch einen Ratsbeschluss geregelt werden.

Satzung

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Eine Satzung ist das grundlegende Regelwerk einer Jugendvertretung oder eines Vereins. Sie legt fest, wie das Gremium aufgebaut ist, welche Aufgaben es hat, wie Wahlen ablaufen und wie Beschlüsse gefasst werden. Die Satzung gibt rechtliche Sicherheit, sorgt für klare Strukturen und stärkt die demokratische Legitimation. Sie sollte gemeinsam erarbeitet, regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden – im besten Fall zusammen mit der Gemeinde abgestimmt.

Teambuilding

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Teambuilding umfasst Maßnahmen und Aktivitäten, die den Zusammenhalt, das Vertrauen und die Zusammenarbeit in einer Gruppe stärken – etwa in einer Jugendvertretung. Ob durch gemeinsame Ausflüge, Workshops, Spiele oder Reflexionsrunden: Ziel ist es, eine offene, motivierende Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen und ihre Stärken einbringen können. Gutes Teambuilding verbessert nicht nur die Stimmung, sondern auch die Effizienz und Verlässlichkeit der Zusammenarbeit – besonders in ehrenamtlichen Strukturen.

Umfragen

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Umfragen sind ein wirkungsvolles Werkzeug, um die Meinungen, Bedürfnisse und Ideen junger Menschen sichtbar zu machen. Jugendvertretungen können sie nutzen, um Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, Projekte bedarfsgerecht zu planen oder politische Forderungen zu untermauern. Ob digital, auf Papier oder im direkten Gespräch – wichtig sind klare Fragen, einfache Sprache und ein transparenter Umgang mit den Ergebnissen. Gut durchgeführte Umfragen stärken die Legitimation und zeigen: Wir fragen – und wir handeln danach.

Verteiler

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Ein Verteiler ist eine Liste von Personen oder Gruppen, die regelmäßig Informationen – z. B. per E-Mail oder Messenger – erhalten. Jugendvertretungen nutzen Verteiler, um Einladungen, Protokolle, Newsletter oder Veranstaltungsinfos schnell und gezielt zu versenden. Es gibt interne Verteiler (für Mitglieder) und externe (z. B. für Schulen, Vereine oder kommunale Ansprechpersonen). Ein gepflegter, datenschutzkonformer Verteiler ist ein zentrales Werkzeug für gute Kommunikation und Reichweite.

Vernetzungsstreffen

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Vernetzungstreffen bringen Jugendvertretungen, Engagierte und Fachpersonen aus verschiedenen Regionen oder Strukturen zusammen. Ziel ist der Austausch von Erfahrungen, Ideen, Herausforderungen und Best Practices. Solche Treffen können einmalig oder regelmäßig stattfinden – digital oder vor Ort – und bieten Raum für Inspiration, Kooperation und Motivation. Für Jugendvertretungen sind sie eine wertvolle Gelegenheit, über den eigenen Tellerrand zu blicken, sich zu vernetzen und gemeinsame Projekte anzustoßen.

Verwaltung

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Die kommunale Verwaltung setzt die Beschlüsse des Gemeinderats um und ist für die Organisation des öffentlichen Lebens zuständig – z. B. in den Bereichen Jugend, Bildung, Finanzen oder Bauwesen. Für Jugendvertretungen ist die Verwaltung eine zentrale Anlaufstelle: Hier werden Anträge geprüft, Räume vergeben, Budgets verwaltet oder Veranstaltungen genehmigt. Ein guter Kontakt zur Verwaltung erleichtert die Arbeit enorm, besonders wenn klare Zuständigkeiten bekannt sind und auf Augenhöhe kommuniziert wird.

Wahlkampf

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Wahlkampf bezeichnet die Phase vor einer Wahl, in der Kandidat*innen oder Gruppen um Stimmen werben. Dabei geht es darum, eigene Positionen sichtbar zu machen, Vertrauen zu gewinnen und möglichst viele Menschen zur Wahl zu mobilisieren. Auch Jugendvertretungen führen Wahlkampf – etwa bei eigenen Wahlen oder zur Unterstützung jugendpolitischer Themen bei Kommunalwahlen. Wichtige Elemente sind Social Media, Plakate, Infostände, Veranstaltungen und persönliche Gespräche. Ein fairer, kreativer und jugendnaher Wahlkampf stärkt Demokratie und Beteiligung.

Wahlordnung

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Die Wahlordnung regelt den Ablauf von Wahlen innerhalb einer Jugendvertretung – z. B. wer wählen darf, wie Kandidaturen ablaufen, wie gewählt wird und was bei Stimmengleichheit passiert. Sie ergänzt die Satzung und sorgt für transparente, faire und nachvollziehbare Verfahren. Eine klare Wahlordnung verhindert Streitigkeiten, sichert demokratische Standards und sollte vor jeder Wahl bekannt und zugänglich sein.

Wahlniederschrift

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Die Wahlniederschrift ist ein offizielles Protokoll, das den Ablauf und das Ergebnis einer Wahl dokumentiert – z. B. bei der Wahl einer Jugendvertretung oder ihrer Sprecher*innen. Sie enthält Angaben zu Ort, Zeit, Wahlleitung, Zahl der Wahlberechtigten, abgegebenen Stimmen sowie das genaue Wahlergebnis. Die Niederschrift dient der Transparenz, Nachvollziehbarkeit und rechtlichen Absicherung der Wahl. Sie sollte von der Wahlleitung unterschrieben und sicher aufbewahrt werden.

Zielgruppe

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Die Zielgruppe beschreibt die Menschen, die mit einer bestimmten Aktion, Information oder Maßnahme erreicht werden sollen. Für Jugendvertretungen ist die Hauptzielgruppe meist: junge Menschen im Alter zwischen etwa 12 und 27 Jahren – je nach Satzung oder kommunaler Regelung. Je klarer eine Zielgruppe definiert ist, desto besser können Angebote, Sprache und Kanäle darauf abgestimmt werden. Auch bei Projekten, Öffentlichkeitsarbeit oder Umfragen ist eine genaue Zielgruppenansprache entscheidend für den Erfolg.

Zielgruppenanalyse

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Die systematische Analyse, wen eine Jugendvertretung mit ihrer Arbeit erreichen will. Sie hilft dabei, Angebote, Kommunikationskanäle und Formate passgenau zu gestalten – zum Beispiel für Schüler*innen, Auszubildende oder junge Erwachsene.

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Best Practice Beispiele aus den Jugendvertretungen

Erfolgsgeschichten und reale Projekte aus bayerischen Jugendvertretungen.

#machtplatz Raum schaffen für junge Menschen!

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DVBJ Jahresprojekt: #machtplatz Raum schaffen für junge Menschen!

Unter dem Jahresmotto „#machtplatz – Räume schaffen für junge Menschen“ beschäftigt sich der DVBJ im Jahr 2025 mit der Zugänglichkeit von öffentlichen Räumen für Jugendliche und wie Jugendvertretungen ihren Beitrag dazu leisten können.

Dieses Projekt ermöglichte jungen Menschen:

Platz für Engagement und Kreativität
  • Umsetzen eigener Raumgestaltungsaktivitäten
  • Entwicklung von neuen Fähigkeiten
  • Stärken der persönlichen und gesellschaftlichen Entwicklung
Mitbestimmung und Einfluss
  • Einbringen der Bedürfnisse und Forderungen junger Menschen in kommunale Planungen
  • Stärken der Jugendvertretungen als Plattformen
Ermächtigung durch Vernetzung
  • Austauschprogramme
  • Zusammenwachsen der Jugendvertretungen durch gemeinsame Aktionen


#machtplatz-Bestandsaufnahme in den Jugendvertretungen

Wie gestalten Jugendvertretungen Räume für junge Menschen? Welche Projekte wurden erfolgreich umgesetzt – und wo liegen die größten Herausforderungen?

Mit unserem Jahresprojekt #machtplatz möchten wir herausfinden, wie junge Menschen bundesweit Räume gestalten, nutzen und weiterentwickeln. Dafür starten wir eine Umfrage, die als Bestandsaufnahme dient und gezielt Erfahrungen und Bedarfe aus der Praxis sichtbar macht.

Ziel der Umfrage

  • Bestehende Raumprojekte identifizieren und ihre Wirkung nachvollziehen
  • Erfolgsfaktoren und Hürden bei der Umsetzung lokaler Raumprojekte erfassen
  • Gute Beispiele aus der Praxis zusammentragen
  • Innovative Ansätze sichtbar machen und Impulse für neue Projekte geben

Die Ergebnisse der Umfrage sollen dabei helfen, bestehende Möglichkeiten besser zu nutzen, neue Ideen anzuregen und Jugendvertretungen in ihrer Arbeit zu stärken.


#machtplatz - Workshopboxen des DVBJ für Jugendvertretungen

Ziel des Dachverbands ist mit dem Jahresprojekt 2025 jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Umgebung aktiv und jugendgerecht zu gestalten. Ein weiteres zentrales Anliegen ist es, Räume als wichtige Ressource für Jugendbeteiligung und Demokratie hervorzuheben und so zu einem besseren Miteinander im Öffentlichen Raum beizutragen.

Durchführen spannende Workshops in eurer Jugendvertretung – ohne großen Aufwand


#machtplatz - ExpertInnentalk mit Jenny Beiche

Unsere Expertin: Jenny Beiche, Stadtbaumeisterin der Stadt Weißenburg und Regierungsbaumeisterin, gibt Einblicke in die kommunale Stadtplanung. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie öffentliche Räume entstehen, worauf Städte und Gemeinden achten müssen und vor allem: wie junge Menschen bei der Gestaltung von Lebensräumen mitwirken können.


#machtplatz - Preisausschreibung: Raum des Jahres Award

Im Rahmen des Jahresprojekts des DVBJ hat jede Jugendvertretung des Verbands die Chance den #machtplatz – Raum des Jahres Award zu gewinnen. Ihr oder eure Jugendvertretung habt einen Ort geschaffen oder gestaltet, an dem Jugendliche sich treffen, kreativ oder einfach sie selbst sein können?

Das kann ein Raum in eurer Kommune, ein virtueller Treffpunkt, ein cooles Online-Projekt oder ein von euch in eurem Umfeld mitgestalteter Ort sein.

Hauptsache, er ist für Jugendliche gemacht und von Jugendlichen gedacht!

Dann her mit euren Projekten und Ideen! Am besten zeigt ihr uns in einem Video und Bildern mit einer kurzen Beschreibung wie der Raum aussieht, wie er entstanden ist und welche besondere Bedeutung er für euch hat!

Für euch und eure Jugendvertretung gibt es neben der Auszeichnung „Raum des Jahres Award 2025“ die einmalige Gelegenheit 10% für die nächste Bestellung an Merchkleidung des DVBJ zu gewinnen! Das heißt ihr zahlt alle für T-Shirts und Pullover 10% weniger.*


#machtplatz - Buddyprogramm

Um die Vernetzung zwischen den einzelnen Jugendvertretungen zu verbessern, hat der DVBJ ein Buddyprogramm entworfen.

Bei diesem ist es das Ziel, dass eine Jugendvertretung eine andere Jugendvertretung finden kann, welche zum Beispiel die gleichen Themen behandelt, die gleichen Probleme hat, einem helfen kann, oder sich einfach gerne austauschen würde.

Wie läuft das ab?

In der DVBJ-Community auf WhatsApp könnt ihr der Buddy-Gruppe beitreten. Dort findet ihr voraussichtlich alle Personen, welche eine Post erstellt haben und sich demnach vernetzen wollen. Den Post könnt ihr im folgendem hier erstellen. Dieser wird dann automatisch auf ein Padletgestellt.

Zugang zu dem Padlet erhaltet ihr über einen Link, den wir euch gerne zusenden.


DVBJ startet Kampagne zur Europawahl: „Sei keine Flasche. Geh wählen!“

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DVBJ Kampagne zur Europawahl: „Sei keine Flasche. Geh wählen!“

Der Dachverband der bayerischen Jugendvertretungen e.V. (DVBJ) startet anlässlich der bevorstehenden Europawahl eine landesweite Kampagne, um die politische Beteiligung junger Menschen zu fördern. Mit der Botschaft „Sei keine Flasche. Geh wählen!“ richtet sich die Kampagne speziell an die neuen Wählerinnen und Wähler im Alter von 16 bis 18 Jahren, die in Bayern erstmals an der Europawahl teilnehmen dürfen.

Aktion an Schulen geplant

In Kooperation mit Schulen und der Unterstützung des Bayerischen Jugendrings (BJR) organisiert der DVBJ am 6. Juni 2024 eine besondere Aktion am Schulzentrum an der Quiddestraße in München. In einer gemeinsamen Initiative mit der Stadtschüler*innen Vertretung (SSV) werden nach Schulschluss kostenlose Getränke verteilt, die mit dem Kampagnenaufkleber versehen sind. Diese niederschwellige Maßnahme soll als erfrischender „Reminder“ dienen und die jungen Menschen motivieren, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Herr Philipp Seitz, Präsident des Bayerischen Jugendrings, hat persönlich an der Aktion teilgenommen und gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Jugendparlamente und Jugendbeiräte die Flaschen an die Schülerinnen und Schüler überreicht. Diese Aktion unterstreicht die Bedeutung der politischen Teilhabe und ermutigt die Jugendlichen, sich aktiv in den demokratischen Prozess einzubringen. „Europa muss aus junger Perspektive gedacht werden, deshalb ist es so wichtig, dass junge Menschen zur Wahl gehen“, so Phillip Seitz.

Die Kampagne ist ausdrücklich überparteilich und zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Bedeutung der Europawahl zu stärken. „Unser Ziel ist es, junge Menschen zur politischen Teilhabe zu ermutigen und sie für demokratische Prozesse zu sensibilisieren,“ erklärt Taylan Yildiz, Pressesprecher des DVBJ. „Mit unserer Aktion möchten wir zeigen, dass jede Stimme zählt und dass die Jugend eine wichtige Rolle in der Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft spielt.“

Die Kampagne „Sei keine Flasche. Geh wählen!“ wird durch eine Reihe von Veranstaltungen auf kommunaler Ebene ergänzt, darunter Podiumsdiskussionen und Themenabende, die von den Jugendvertretungen organisiert werden. Diese Events bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und sich mit den zentralen Themen der Europawahl auseinanderzusetzen.

Jugendzentrum Lauf

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Wie der Jugendrat zum Jugendzentrum in Lauf beigetragen hat

Das Jugendzentrum (JuZ) in Lauf an der Pegnitz ist heute ein wichtiger Treffpunkt für Jugendliche. Dort können sie ihre Freizeit verbringen, Veranstaltungen besuchen oder einfach mit Freunden Zeit verbringen. Dass es einen solchen Ort für junge Menschen gibt, hängt auch mit dem Engagement des Jugendrats von Lauf zusammen.

Der Jugendrat vertritt die Interessen der Jugendlichen in der Stadt. Viele junge Menschen wünschten sich einen festen Ort, an dem sie sich treffen können. Deshalb hat der Jugendrat diese Wünsche gesammelt und bei der Stadtverwaltung und im Stadtrat angesprochen.

Um ihr Ziel zu erreichen, haben die Mitglieder des Jugendrats ihre Ideen in Sitzungen vorgestellt, mit Politikerinnen und Politikern gesprochen und gezeigt, warum ein Jugendzentrum für Jugendliche wichtig ist. Sie haben außerdem mit der Stadt zusammengearbeitet und bei der Planung von Angeboten für das Jugendzentrum mitgewirkt.

Durch dieses Engagement konnte ein Ort entstehen, der speziell für Jugendliche gedacht ist. Der Jugendrat hat damit gezeigt, dass Jugendliche selbst etwas in ihrer Stadt verändern können, wenn sie ihre Interessen gemeinsam vertreten.

E-Mail: jugendrat@lauf.de

Neuer Skatepark in Weißenburg

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Wie das Jugendparlament Weißenburg den neuen Skatepark möglich machte

Jugendliche gestalten ihre Stadt – Der neue Skatepark in Weißenburg

In Weißenburg haben junge Menschen gezeigt, dass sie ihre Stadt aktiv mitgestalten können. Das Jugendparlament setzte sich in den vergangenen Jahren besonders für ein großes Projekt ein: den Bau eines neuen Skateparks.

Das Jugendparlament besteht aus engagierten Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren. Sie vertreten die Interessen der jungen Generation und bringen ihre Ideen in die Politik der Stadt ein. Ein wichtiges Anliegen war dabei ein moderner Skatepark, denn der alte Platz war bereits in die Jahre gekommen.

Die Mitglieder des Jugendparlaments sammelten Ideen, diskutierten mit anderen Jugendlichen und stellten schließlich einen offiziellen Antrag beim Stadtrat. Ziel war es, einen neuen und attraktiven Ort zu schaffen, an dem sich junge Menschen treffen und Sport treiben können.

Nach der Zustimmung der Stadt konnte das Projekt umgesetzt werden. Der neue Skatepark wurde im Sportpark Rezataue gebaut und bietet heute verschiedene Elemente für Skater und Scooterfahrer. Der Bau dauerte rund zweieinhalb Monate und kostete etwa 550.000 Euro, wobei ein großer Teil der Kosten durch Fördermittel gedeckt wurde.

Heute wird der Skatepark von vielen Jugendlichen genutzt. Für das Jugendparlament ist er ein gutes Beispiel dafür, wie junge Menschen ihre Ideen einbringen und tatsächlich etwas verändern können.

Der neue Skatepark zeigt: Wenn Jugendliche sich engagieren, können sie ihre Stadt aktiv mitgestalten.

Umbenennung der Elly-Ney-Straße

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Jugendbeirat stellt Antrag für die Umbenennung der Elly-Ney-Straße

Am 12.9.2025 hat der Gemeinderat Tutzing dem Antrag des Jugendbeirats zugestimmt, die Elly-Ney-Straße aufgrund der nationalsozialistischen Vergangenheit der Künstlerin in „Am Pfaffenberg“ umzubenennen. Über den Antrag hinaus wurde entschieden, dass die Büste an der Brahmspromenade entfernt und eine Informationssäule aufgestellt werden soll.

Zu Beginn der Diskussion stellte Paul Friedrich den eingebrachten Antrag vor dem Gemeinderat und den zahlreich anwesenden Bürgern vor. Dabei betonte er abermals, dass Elly Ney keine bloße Mitläuferin war, sondern eine „glühende Anhängerin des Nationalsozialismus und Hitlers“. Vor diesem Hintergrund könne eine Elly-Ney-Straße nicht verantwortet werden.

Auf den umfassenden Vortrag, der auch nochmal auf das Urteil der Münchner Expertenkommission verwies, die empfohlen hatte, die dortige Elly-Ney-Straße umzubenennen, folgte eine angeregte Diskussion im Gemeinderat: Gemeinderäte und Gemeinderätinnen, die bereits 2009 bei den damaligen Sondersitzungen zu einer eventuellen Umbenennung anwesend waren, berichteten ausführlich, wie schwer die Entscheidung damals für sie gewesen sei. Ebenfalls wurde auf den Aufwand hingewiesen, der für Anwohner entstehen würde. Paul Friedrich entschärfte: „Andere Gemeinden lösen das erfolgreich, indem in einer Übergangsfrist von zwei Jahren zwei Straßennamen angebracht bleiben“.

Im weiteren Verlauf weitete sich die Diskussion auf den Umgang mit der Elly-Ney-Büste an der Brahmspromenade aus, an der 2009 bereits eine mahnende Hinweistafel angebracht worden war. Einige Gemeinderäte betonten, dass bei einer Umbenennung oder bei einem Entfernen der Büste ein „Ausradieren“ der Geschichte drohe. Hierauf äußerte der Jugendbeirat abermals seinen Vorschlag, sich redaktionell und finanziell an einer Hinweistafel bzw. -säule zu beteiligen, die an die Historie von Büste, Straße und Person erinnern solle.

Letztendlich waren sich die Gemeinderäte mit einer deutlichen Mehrheit einig, dass das Fortbestehen des Straßennamens nicht verantwortbar sei. In der Abstimmung wurde mit nur drei Gegenstimmen beschlossen, dass die Straße in „Am Pfaffenberg“ umbenannt werden soll. Außerdem soll, über den Antrag hinausgehend, die Büste an der Brahmspromenade entfernt werden. Zudem wurde die Verwaltung damit beauftragt, zusammen mit dem Jugendbeirat und dem ortsgeschichtlichen Arbeitskreis eine passende Form der Erinnerung zu finden. Damit war der Jugendbeirat erfolgreich.

Am Ende zeigte sich der Jugendbeirat sichtlich erleichtert über die erfolgreiche Abstimmung. „Die Elly-Ney-Straße nun umzubenennen und die Büste zu entfernen, setzt ein starkes Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“, so der Vorsitzende des Jugendbeirats Tim Terbrack. „Dass heute so viele Bürgerinnen und Bürger die Sitzung vor Ort verfolgten, hat für uns nochmal betont, wie relevant das Thema gerade in diesen Zeiten ist“, fügte Yannick Schoening, Mitglied des Jugendbeirats Tutzing, hinzu.

Weitere Informationen zu Antrag und Hintergrund:

https://www.jugendbeirat-tutzing.de/elly-ney

E-Mail: team@jugendbeirat-tutzing.de